Samstag, 19. August 2017

Die Chroniken der Seelenwächter

Die Chroniken der Seelenwächter 




Nicole's Seelenwächter begleiten mich schon seit über einem Jahr. Sie haben mir durch eine sehr schwere Zeit geholfen...seltsamerweise erinnert man sich immer an die Bücher, die einem beigestanden haben, als es mal nicht so gut lief. Bei mir stand viel auf dem Spiel..Gesundheit, Job... und die Seelenwächter haben mich abgelenkt, wenn auch immer nur für 1,5 Stunden. 

Die Charaktere wurden immer komplexer, die Story immer spannender und bald schon habe ich jeden in meinem Umfeld damit zugequatscht. Ein Pulli musste natürlich auch her. Den hatte ich nach meiner OP sehr oft an. Mir geht es inzwischen besser und die Liebe zu Jess, Jaydee und den anderen ist geblieben!








So berichte ich nun von einer ganz besonderen Serie mit meinen Rezis zu HC 1-4 und einer ganz besonderen Autorin. Nicole Böhm habe ich schon meinen allerersten Ciri nervt gelöchert und das witzige Interview mit ihr findet ihr hier:







=[ Worum geht’s denn eigentlich bei den Chroniken der Seelenwächtern? ]=

Sie sieht das Böse in mir“ 
                                                  - Jaydee


Die 18-jährige Jessamine ist neugierig und möchte ein paar Geheimnisse lüften. Sie schleicht sich in einer Kirche, die vor Jahren einem Brand zum Opfer fiel und möchte dort ein Geisterbeschwörungsritual durchführen.

Doch sie wird von einem Schattendämon überfallen und angegriffen. Jaydee und Akil, Seelenwächter die auf der Jagd nach diesem Schattendämon waren, kommen keine Sekunde zu früh und können Jess aus den Fängen des aggressiven Dämons retten. Sie nehmen Jess kurzerhand mit und ihr Abenteuer beginnt.
Im „Hauptquartier“ der Seelenwächter lernt sie diese kennen, Ilai, ihr Anführer ist ein Feuerwächter, Akil gehört zum Element Erde und die zarte Anna ist eine Wasserwächterin. Hitzkopf Will gehört wie Ilai zu den Feuerwächtern. Nur Jaydee scheint kein Element zu haben, dafür eine andere Gabe – er kann Jess' Emotionen spüren, was ihn oft ausrasten lässt.
Zur Seite steht Jess ihre Fylgia Violet, die schon seit sei denken kann mit ihr verbunden ist und sie vor allem beschützt. Als sie wieder Zuhause sind, wird Jess prompt wegen Mordverdachts verhaftet und der indianischstämmige Polizist Ben Walker tritt in ihr Leben.


Ein Feuerwerk von Liebe, Hass, Mut, Verzweiflung, Freude, Trauer, Mitleid wird auf euch niedergehen und schon bald werdet ihr nicht anders können, als Jess und Jaydee weiter zu begleiten. Nicole schreibt das, wie ich finde, alles ganz toll und die gefühlsbetonten Szenen haben mich allesamt abgeholt.




Vor allem das Schicksal von Anna ist sehr berührend und nimmt mich jedes Mal mit. Es ist auch verrückt, wie man immer bei kleinen Momenten an diese Buchreihe denkt. Anna riecht zum Beispiel nach Mandarinen. Das hat man immer vor Augen, wenn man dann den Geruch von Mandarinen wahrnimmt.



Die Erzählform wechselt übrigens zwischen einer dritten Person, Jess und Jaydee und so hat man immer Einblick in das Gefühlsleben der Protagonisten. Man erfährt im ersten Band nicht alles, „Die Chroniken der Seelenwächter“ ist als Serie angelegt und so werden Teil für Teil neue Geheimnisse aufgedeckt, ein paar Fragen beantwortet, aber immer wieder neue aufgeworfen. Das wirkt hier aber auf keinen Fall störend oder nervig. Man erfährt genau so viel wie man wissen um, um noch spekulieren zu können.




Auf Facebook gibt es außerdem eine zauberhafte Gruppe zur Serie:


Ich selbst habe die ebooks nicht rezensiert, da ich das total schwierig finde...aber ich möchte die Hardcover zensieren. Aktuell gibt es hier nur den Link zum 4ten Hardcover, dass ich im Zuge einer Leserunde bekommen habe. 

Leider fehlt mir noch HC 2. Sobald ich den habe, werde ich alle nochmal lesen und eine Rezension zu den Büchern schreiben. 

Vielleicht habe ich euch dennoch neugierig gemacht, oder ihr seid längst Anhänger von Jess, Jaydee und Co. Dann verratet mir doch bitte, was ihr mit den Seelenwächtern verbindet.


Zu guter letzt... erhaltet ihr alle Info's, Shop und vieles mehr auf der 


Rezi: Requia von Olivia Mae

Requia: Heimkehr

                                                        von Olivia Mae






=[ Harte Fakten ]=
  • self published 2017
  • 424 Seiten
  • Taschenbuch 12,90 Euro
  • Hardcover 19,90 Euro
  • Ebook 4,99 Euro
  • http://www.requiaonline.com/de/shop/requia-heimkehr/

=[ Worum geht’s denn eigentlich? ]=

Wir begleiten hier gleich mehrere Protagonisten auf zwei Planeten, zum einen ist da das Mädchen Yana, das mit seiner Mutter auf der Erde lebt. Als ihr Vater plötzlich auftaucht stellt sich heraus, dass sie auf dem Planeten Aurelis ihre Bestimmung zu erfüllen hat. Auf Aurelis ist da Asch, der bald Fahir der Ruu wird, Korand, der der Stadtwache angehört und die Heilerin Madras. Sogar der Königssohn des Wasservolkes Quar und dessen Leibwächterin Aire liefern einen Handlungsstrang.




=[ Meine Meinung ]=



Endlich durfte auch ich „Requia“ lesen und ich habe das Buch verschlungen, vielleicht sogar zu schnell. Das Cover ist schön auffällig und der Klappentext macht Lust auf mehr, ohne auch nur irgendetwas zu verraten.


Oft finden sich an den Kapitelanfängen Artworks der Protagonisten, was wirklich sehr schön ist, weil auch die Artworks so hochwertig sind.

Wir folgen abwechselnd insgesamt 5 Erzählsträngen, teilweise mit schlimmem Cliffhangern, dass man laut fluchten will! Vor allem Aire und Quar's Geschichte hat Emotionen geweckt und mich zur Weißglut gebracht. Ich konnte kaum erwarten, dass dieser Strang wieder dran kam.

Aber alle sind spannend und schlüssig und ich bin sehr gespannt, wo sie alle hinführen.
Von allem ist etwas dabei, Liebe, Freundschaft, Hass, Verzweiflung, Emotionen werden gut transportiert und auch bekommt man einen guten Einblick in das Gefühlsleben der Figuren.


Schnell wird klar, hier hat sich jemand Gedanken gemacht und ein riesen Universum erschaffen. Das alles verständlich unter einen Hut zu kriegen, wird sicher keine leichte Aufgabe.



Die Szene mit Yana, Marius und Max fand ich etwas störend, weil sie für mich irgendwie keinen Sinn ergab.


Auch habe ich lange nachgedacht, ob ich die Szene mit der Loveparade gut heißen soll... ich glaube es wäre besser gewesen, einfach etwas ähnliches zu erfinden, oder den Namen zu ändern. Vielleicht hätte man besser ein >insertnamehere< Festival draus gemacht, aber die Loveparade fand ich leider etwas unpassend. 

Requia ist jedenfalls noch viel mehr, als hier vor uns liegt, Band 1 hat sicherlich erst an der Oberfläche gekratzt und ich kann es kaum erwarten, tiefer einzudringen, die Geschichte und Charaktere zu begleiten.




Das Buch ist leider etwas schwer, aber dafür ziehe ich wie immer kein Herzchen ab.




Am Ende ist ein riesiges Glossar, der wirklich (fast) keine Fragen offen lässt und ungemein weiterhilft! Super gemacht, Olivia! Ohne die Artworks wäre ich glaube ich nicht so gut zurecht gekommen, mit den Namen. Es sind wirklich viele und sie sind wirklich außergewöhnlich. Gerade bei mehreren, wechselnden Strängen tute ich mir persönlich immer schwer, dann sofort auf andere Charaktere umzuschalten, die der Autor natürlich seit Jahren kennt, ich als Leser aber erst seit 5 Seiten.

Da die Artworks wohl zuerst da waren und für den geübten Rollenspieler offensichtlich verschiedene Professionen oder Klassen darstellen, fände ich es spannend zu wissen, ob die Autorin die Figuren erst designed und sie den Artworks angepasst hat, oder umgekehrt.



Die Hompepage von Requia ist übrigens ein richtiges Highlight!! 





Da solltet ihr unbedingt mal reinschauen! Auch toll: Im Shop kann man die Charakter Artworks bestellen und die sind so toll – wer will sie nicht an der Wand haben??




Ich kann Fans von vielen Charakteren und einer großen Lore dieses Buch jedenfalls nur empfehlen und freue mich schon auf die Fortsetzung!





=[ Fazit ]=


Schöne Fantasy Geschichte(n) mit guten Ideen und starken Charakteren!

=[ Wertung: ♥♥♥♥♥ 5 von 5 ]=

Dienstag, 15. August 2017

Rezi: Heliosphere2265 - Omega (Hardcover #4)

Heliosphere 2265 HC #4: Omega





von Andreas Suchanek







=[ Harte Fakten ]=



  • 308 Seiten
  • 19,90 Euro
  • Greenlight Press 2017



=[ Um was geht’s denn eigentlich? ]=





Der Erios-Virus wütet schwer und mit den zunehmenden Todeszahlen, steigt auch die Verzweiflung.
Sarah McCall enthüllt ihre Vergangenheit und ihre Motivation und will Jayden überzeugen, an einem riskanten Manöver teilzunehmen.
Es ist mal wieder viel los auf der Hyperion.






=[ Meine Meinung ]=



Ich empfehle euch natürlich erst mal, die vorhergehenden Bände zu lesen. Dieses Hardcover vereint die Bände 11 und 12 und wenn man die Vorgänger nicht kennt, kann man es eigentlich gleich weglegen. (:P Ich fürchte ich müsst euch also erstmal durch die ersten Bände lesen hrrhrr)

Man sollte sagen, Heliosphere ist eine Space-Opera, wie sie Andreas Suchanek selbst beschreibt. Aber eins sticht heraus: Die komplexe Handlung. Die Figuren sind gut ausgearbeitet, liebenswert oder auch nicht und jeder findet einen Liebling. Technisch hält sich alles in Grenzen, zum Glück, denn sonst würde ich es nicht lesen. Aber die Handlung! Die ist super spannend und versetzt mit Twists und immer wenn man denkt – aha – kommt ein anderer Twist und Cliffhanger und wartet wieder auf den nächsten Band.





Bei diesem HC, dem Ende des ersten Zyklus hätte ich mir aber fast ein abgeschlossenes Ende gewünscht. Oder abgeschlosseneres. Viele TV Serien beenden ihre Staffeln ja auch mit einem mega Cliffhanger, der hungrig auf die Rahmenhandlung machen soll, deshalb war es jetzt nicht gaaanz so schlimm. Aber ich hatte mich irgendwie auf ein Ende Ende eingestellt :P





Ich fand die Enthüllungen von Sarah McCall alles andere als langweilig oder „eine Wiederholung“ und habe sie mit Spannung verfolgt. Meiner Meinung nach muss es auch nicht immer 300 Seiten lang Feuer als allen Rohren geben. Ein Blick zurück ist manchmal aufschlussreicher und spannender als künstliche Action.





Was mir langsam fehlt, ist ein Glossar, bzw. eine Zusammenfassung der Gesamtstory, wie Nicole Böhm es so schön in ihrem HCs gemacht hat. Vielleicht ein Streckbrief zu den Charas oder zumindest mehr Bilder, Artworks, damit sie eben noch mehr Charakter bekommen und noch leichter abzugrenzen sind. Inzwischen sind es jede Menge Personen, die in Heliosphere vorkommen und wenn man etwas nachschlagen will, muss man alle Bände durchsuchen. Steckbriefe oder zumindest ein Glossar, wie z.B. beim Erbe der Macht, würde super weiterhelfen.
Die Serie ist im Vergleich zu den anderen Greenlight Press Serien relativ alt und das mag vielleicht der Grund sein, warum es derartiges nicht gibt. Andreas, das wäre dein Chance, „nachzurüsten“!
Ich bleibe Heliosphere natürlich weiter erhalten und freue mich schon auf das nächste Buch, bzw. im Kirby Cosplay auf Cons rumzuspringen ♥






=[ Fazit ]=



Grandioses Ende des ersten Zyklus!






=[ Wertung: ♥♥♥♥♥ 5 von 5 ]=

Sonntag, 13. August 2017

Rezi: Longmire

Longmire – Bittere Wahrheiten ((#1)

                                                            von Craig Johnson

"Für Gefühle gibt's keine schusssichere Weste, also steckt man Treffer ein und muss die Splitter mit sich herum tragen." - Longmire






=[ Harte Fakten ]=

  • Festa Verlag 2017
  • 12,95 Euro
  • 507 Seiten



=[ Um was geht’s denn eigentlich? ]=

Walt Longmire, Sheriff von Absaroka County, Wyoming, hat einen neuen Fall auf dem Tisch: In der Nähe eines Indianer-Reservats wird eine Leiche wird gefunden, und es handelt sich um Cody Pritchard, der keine besonders weiße Weste hat. Schnell fällt der Verdacht auf die Rothäute, doch auch andere scheinen ein Motiv zu haben.





=[ Meine Meinung ]=

Ein Western-Thriller!! Ich habe auf Facebook den Aufruf vom Festa-Verlag gesehen, es wurden Rezensenten für dieses Buch gesucht. Und das Genre sei ein Nischen-Genre – aber es gäbe bereits eine erfolgreiche TV-Serie dazu. Als ich dann las, dass es sich um einen Western-Thriller handelt, war ich Feuer und Flamme! die Serie kenne ich übrigens noch nicht.

Außer mit Stephen King's „Der dunkle Turm“ (eine meiner Lieblingsreihen) war ich noch nicht mit Western in Berührung gekommen. Aber ich bin immer offen für Neues und deshalb habe ich mich sofort beworben – und bekam Tage später das Rezi Exemplar!





Schon nach dem ersten 50 Seiten war klar – ich bin angefixt! Walt Longmire ist ein unheimlich toller Protagonist. Vom Leben schwer gebeutelt und trotzdem witzig, sarkastisch und etwas zynisch. Man hat das Gefühl, in Wyoming liefe die Zeit etwas anders...ich bin sicher, alle, die schon mal da waren, können das bestätigen :P.

Craig Johnson erzählt die Geschichte mit einer Selbstverständlichkeit, als könnte man meinen, es war einfach so und daran gibt es nichts zu rütteln. Es ist keine künstlich in die Länge gezogene, extra spannend gemachte Handlung – Danke! Die Protagonisten schweben nicht ständig in Lebensgefahr, Longmire versucht einfach nur den Mordfall aufzuklären. Im Gegensatz zu vielen anderen Autoren will Johnson einfach NICHT „noch einen draufsetzen“ und das ist vielleicht einer der Gründe, warum dieser Thriller hier so gut ist.

Die „Schnitte“ der Szenen sind unglaublich gut und im Gegensatz zu anderen „Das Buch zur TV-Serie“ hat man es hier geschafft, das Buch nicht wie ein Drehbuch wirken zu lassen. Alles ist ausreichend beschrieben und Szenenwechsel wirken nicht aufgesetzt oder als hätte man einfach die TV Serie angeschaut und aufgeschrieben, was passiert.



Es ist wirklich spannend. Ständig tauchen neue Personen auf, alle sind derart markant, dass man sie sofort auseinanderhalten kann und auch gleich einen Verdacht hat. Dann taucht wieder eine neue Figur auf und man hat einen neuen Verdacht.

Ähnlich wie Longmire selbst, seufzt man kurz und fängt dann von Vorne an.
Die Auflösung am Ende ist gutes Handwerk – und ich als Thriller und Krimi Fan wusste bis zuletzt nicht, wer den armen Cody wirklich umgebracht hat.



Mein Apell: Lasst euch von „Western“ nicht abschrecken, es geht hier nicht um tabakkauende Cowboys, die sich auf staubigen Straßen duellieren. Das hier ist ein wirklich guter Thriller – der halt eben im Westen spielt! Und er ist einer der besten, die ich in letzter Zeit gelesen habe.



Ich selbst weiß jetzt nicht, ob ich die Serie noch schauen will. Eigentlich möchte ich gerne die Reihe weiter verfolgen!


=[ Fazit ]=

Wenn Roland Deschain Sheriff wäre – wäre er Longmire!
Überraschend gutes Buch zur Serie!






=[ Wertung: ♥♥♥♥♥ 5 von 5 ]=



Donnerstag, 10. August 2017

Ciri nervt Die Deutsche Sherlock Holmes Gesellschaft

Die Deutsche Sherlock Holmes Gesellschaft




Wie ich zu Sherlock Holmes kam, habe ich ja schon gefühlt hundert mal erzählt >.< Eine Reihe, die mich seit meiner Kindheit begleitet und begeistert, nachdem mir mich mein Papa in frühester Kindheit damit "infiziert" hat. So sehr, dass ich nun selbst Sherlock Holmes Geschichten schreibe XD Tjaaa...wie das Leben so spielt. 

Vor einem Jahr kam ich dann irgendwie auf die Internetseite der Deutschen Sherlock Holmes Gesellschaft und nun bin ich schon im zweiten Jahr Mitglied! Deshalb auch der schöne Pin an meiner Jacke!!



Kaum hatte ich die Homepage auf dem Bildschirm war klar – da muss ich Mitglied werden!

2010 wurde die Gesellschaft von Olaf Maurer und Nicole Glücklich "neu" ins Leben gerufen, wie er später noch im Interview genauer erkären wird. Neben vielen Aktionen gibt es sogar eine eigene Zeitung, die „Baker Street Chronicles“, die viermal jährlich erscheint (und die ich über alles liebe!).

Wie oben erwähnt, bin ich in nun im zweiten Jahr Mitglied und habe mich sofort aufgenommen gefühlt. Ich habe ein liebevoll zusammengestelltes Willkommenspaket bekommen, zusammen mit meinem Mitgliedsausweis. Das hat nicht auf Anhieb geklappt, weil die Post etwas versagt hat. Bei der Sherlock Holmes Gesellschaft wurde mir aber sofort weitergeholfen. :D

Endlich kamen dann auch die abonnierten Baker Street Chronicle an! Das ist eine Art Vereinszeitschrift, die man aber auch ohne Mitgliedschaft abonnieren kann, und umgekehrt. 




Und die Ausgaben haben mich wirklich begeistert. Dahinter steckt viel Herzblut, das sieht man sofort. Die Artikel sind alle interessant, gut recherchiert und liefern viele Informationen.
Ich selbst möchte nun auch meine Geschichten darin veröffentlichen, vielleicht finde ich irgendwann ja mal einen Verlag dafür. Aber so weiß ich - es kommt bei den Leuten an, die sich wirklich dafür interessieren.

Dem Vorsitzenden, Olaf Maurer, habe ich ein paar Fragen gestellt, die ich euch nicht länger vorenthalten möchte:


Olaf Maurer (Foto: dshc.de)


Ciri: Stell die Deutsche Sherlock Holmes Gesellschaft doch bitte kurz vor! 


Olaf: Die Deutsche Sherlock-Holmes-Gesellschaft (DSHG) ist eine Vereinigung von deutschsprachigen Sherlock-Holmes-Enthusiasten, die 2010 von Olaf Maurer und Nicole Glücklich gegründet wurde. 

Die Verwaltungsaufgaben teilen sich Olaf Maurer, Nicole Glücklich und Silvia Meier. Die Organisation beschäftigt sich vorrangig mit dem von Arthur Conan Doyle geschaffenen Detektiv Sherlock Holmes, aber auch mit dem Leben des Autors sowie der spätviktorianischen Zeit. 




Die DSHG ist Herausgeberin der Zeitschrift The Baker Street Chronicle und Veranstalterin der zweijährlich stattfindenden Veranstaltung SherloCON.

Wir haben uns vor einigen Jahren vorgenommen, die Deutsche Sherlock Holmes Gesellschaft zu "reaktivieren" bzw. wieder mit Leben und vielem mehr zu füllen.
Nicole Glücklich (Foto: dshc.de)

Wir sehen uns als eine Art Bindeglied aller Holmes Begeisterten und animieren jeden einen - seinen - Beitrag und Ideen etc. für die sherlockianische Gemeinschaft zu leisten.

Wir besuchen gerne regionale Veranstaltungen, arbeiten mit Künstlern und Verlagen und anderen Institutionen zusammen, um auch hier auf uns aufmerksam zu machen und ggf. weitere Personen zu begeistern.


Ciri: Wer kam auf die Idee, diese Gesellschaft zu gründen?


Olaf: Das ist nicht so leicht zu beantworten. Seit 1902 gibt es nachweislich Sherlock Holmes Vereinigungen in Deutschland....

Der Begriff "Deutsche Sherlock Holmes Gesellschaft" entstand Ende der 70er... würde in den 80ern und 90ern weitergeführt, Nicole Glücklich und ich haben sozusagen aus zwei "ruhigen" Gesellschaften, die DSHG sozusagen erweckt und mit Leben, Ideen und Projekten rund um Sherlock Holmes gefüllt. Und unsere Köpfe sind noch ziemlich voll damit...

Ciri: Wie kamst du zu Sherlock Holmes?

Olaf: Ich selbst? 
Ich musste in der frühen Jugend Sherlock Holmes im Englischunterricht in der Schule lesen - eine gekürzte Fassung von The Speckled Band.

Da mich zuvor aber schon die Kriminalistik und dessen Entwicklungsgeschichte in Europa faszinierte, ergänzten sich beide Themen unwiderruflich; besonders, als ich dann erfuhr, dass es ja noch ganz viele Sherlock Holmes Geschichten gab. Nicht zu vergessen, dass Holmes die Methoden der Kriminaltechnik anwandte noch bevor sie Einzug bei der Polizei fanden.
Das war vor gut 40 Jahren - seit dem hänge ich am Haken und spiele das Große sherlockianische Spiel.

Ciri:  Welcher ist dein Lieblingsfall?


Olaf: Den einen Lieblingsfall gibt es so nicht, aber ich mag Die Liga der Rothaarigen, Ein Skandal in Böhmen und Die Abteischule sehr gerne - allerdings müsste ich hier zahlreiche andere Fälle hinzuaddieren. Von den Roman ist Der Hund der Baskervilles natürlich mein Favorit.

Ciri: Warum sollte ich der DSHG beitreten?


Olaf: Ich bin der festen Überzeugung, das man sein Hobby und seine Leidenschaft zu Sherlock Holmes nicht im stillen Kämmerlein frönen, sondern zeigen und teilen sollte. In einer Gesellschaft mit Gleichgesinnten könnte dies doch das perfekte Umfeld sein, sich auszutauschen, fachzusimpeln, Gemeinsames zu erleben und seine persönliche Ideen und Projekte unter dieser Gesellschaft (als Gemeinschaft) ein Gesicht zu geben. In jedem Fan und Begeistertem schlummert etwas - außerdem ist es beeindruckend auf Gleichgesinnte zu treffen, die genau so ticken, wie man selbst tickt.

Diese Gemeinschaften gibt es überall auf der Welt - auch im deutschsprachigen Raum.
Hier sehe ich die DSHG als Bindeglied von Sherlockianern und Holmesianer, jung und alt... Ob nun Sherlock Holmes oder Sherlock ob viktorianisch oder Cosplay.... alles gehört zum Großen Spiel.

Ciri:  Hast du ein Lieblingszitat?

Olaf: Zahlreiche Holmes-Zitate können ohne jeden Zweifel auch nach all den Jahren noch heute angewendet werden - einen wirklichen Liebling habe ich dabei nicht, es gibt ja so viele... Über das Leben, die Frauen, die Zukunft, die Menschen....

Ciri: Welchen Fall würdest du Neulesern empfehlen?


Olaf: Ich empfehle allen Neuen den ersten Sammelband, Die Abenteuer des Sherlock Holmes.

Meist ist man bereits nach wenigen Geschichten so fasziniert und will mehr davon... dann hängt man am Haken. 

Ciri:  Hast du eine Sherlock Holmes Sammlung zuhause?


Olaf: Ja - das kann man so sagen. :-)
Aktuell wird diese Sammlung von über 1000 Büchern, unzähligen CDs, MCs und DVDs aber auch zig Sammelstücken gefüllt. Man findet ja auch so viel über Holmes: Bierdeckel, Anstecker, Fingerhüte, Pfeifen, Büsten, Tassen usw. usw.


Ciri: Auf den Gruppenfotos sieht man oft viktorianische Kleidung. Trägst du sowas auch? Wo bekommt man so etwas her?

Olaf: Vielen von uns macht es schlicht Spaß, in zeitgenössischer Kleidung zu flanieren.
Die Damen sind oft fleißig und nähen ihre Kleider selbst oder suchen sich Passendes in gesonderten Läden. Herren haben es meist etwas leichter und müssen oft eine Anzug nur mit Beiwerk ergänzen. Aber manche greifen auch hier auf einen guten Schneider zurück, um in das viktorianische Zeitalter eintauchen zu können.

Mitgliederausflug Meiringen, Schweiz 2016 (Foto: dshc.de)

Ciri: Wenn du mit Arthur Conan Doyle zu Abend esse könntest, was würdest du ihn fragen?

Olaf: Ein Dinner mit Sir Arthur?
Herrliche Vorstellung! Ich würde ihn gerne erzählen lassen. Gebannt würde ich seinen Erlebnissen lauschen, die er mit seiner Figur Sherlock Holmes selbst erlebt hat. Viele Sprachen ihn ja mit Sherlock Holmes an, er reiste ja sehr viel, ich bin mir sicher, er hätte sehr viele Erlebnisse zu berichten - auch wenn er ja seinen Holmes eigentlich nicht so leiden mochte :-)


Ciri: Vielen Dank für das tolle Interview! :D Ich bleibe euch weiterhin treu und hoffe, dass noch mehr den Weg zu dieser tollen Gemeinschaft finden werden.


Alle Infos zum Baker Street Chronicle findet ihr hier >>KLICK MICH<<

Weitere Infos, Fotos und mehr findet ihr auf der Seite der >>Deutschen Sherlock Holmes Gesellschaft<< 

Für Mitglieder gibt es noch viele weitere Rabatte, schaut doch mal vorbei.

Es gibt auch ein jährliches Treffen in der Schweiz, bei den Reichenbachfällen in Meiringen. 


Ich wünsche mir sehr, dass ich es mal schaffe, daran teilzunehmen. Die Fotos auf der Homepage machen auf jede Fall Lust auf mehr.





Rezi: Das Erbe der Macht - Band 9: Silberknochen

Das Erbe der Macht – Band 9: Silberknochen



                                                             von Andreas Suchanek






„Kent“, kam es von Jen „ich hatte ja immer den Verdacht, dass du nicht bis 3 zählen kannst, aber das ist der ungünstigste Moment, das zu bestätigen.“ - Jen Danvers



=[ Harte Fakten ]=
  • Greenlightpress 2017
  • 2,49 Euro
  • ca. 138 Seiten



=[ Worum geht’s denn eigentlich? ]=

Leonardo ist immernoch in Gefangenschaft und Tomoe im Bernstein eingesperrt. Ein neues Mitglied soll nun in den Rat. Alex, Jen und Co. Sind währenddessen im Meer unterwegs und treffen auf Captain Nemo, der durch einen Parasiten nicht handlungsfähig ist. Währenddessen kommen sich Max und Kevin wieder etwas näher...



=[ Meine Meinung ]=


Der Band ist definitiv einer meiner Lieblinge! Und das nicht nur, weil ich Jules Verne Fan bin! Es passiert so unglaublich viel Spannendes und man braucht wirklich starke Nerven. Nicht nur, dass sich unser Spezialist Kent wieder in Gefahr begibt, auch die Handlung Max und Kevin ist unfassbar nervenaufreibend.

Ich hätte ja niemals gedacht, dass es so kommt, aber Gott sei Dank hat Andreas meinen Gefühlsausbruch in den nächsten Szenen wieder etwas abflauen können. Sonst hätte ich ihm auf der FBM wohl ehrlich die Ohren langziehen müssen. (ob er das liest?? Zurecht, lieber Andreas!! )


Besonders gut gefallen hat mir hier der Rückblick in die Vergangenheit, zu Captain Nemo und dem Schicksal seiner Mannschaft. Das war wirklich sehr schön zu lesen.


Nach dieser Episode bin ich auch sehr gespannt, wie es nun mit Alex und Jen weitergeht. Hat sie vielleicht doch richtige Gefühle für ihn und tut nur so stark? Als Frau kann ich ja fast sagen – ja tut sie XD Wir werden sehen! Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band und bin neugierig, ob Nemo die Freunde wirklich zu sen Silberknochen führen kann.



=[ Fazit ]=

Eine der besten Bände bisher!




=[ Wertung: ♥♥♥♥♥ 5 von 5 ]=

Mittwoch, 9. August 2017

Rezi: Die Elementarsturmchroniken

Die Elementarsturmchroniken 1+2

                                                                     von Kieran McLeod






=[ Harte Fakten ]=

Teil 1: Das Druidentor
  • 0,99 Euro
  • 131 Seiten
  • ebook oder Taschenbuch (4,99 Euro)

Teil 2: Die Zitadelle
  • 1,99 Euro
  • 116 Seiten
  • ebook oder Taschenbuch (4,99 Euro)





=[ Worum geht’s denn eigentlich? ]=

Wales, 1327. Der Burgherr Walter kann sich in letzter Sekunde aus der Burg Caerphilly Castle retten, bevor diese einem Überfall zum Opfer fällt. Zuvor hatte er Frau und Sohn aus der Burg geschleust, die denken, dass er tot ist. Walter findet Unterschlupf bei Bauern und flüchtet mit deren Sohn weiter. Diesem gibt er ein geheimnisvolles Amulett mit der Bitte, dieses zu seiner Frau zu bringen.


=[ Meine Meinung ]=

Äh. Ich hatte mich was anderem gerechnet. Es war zu viel von allem. Zu viele Jahreszahlen, Ortsnamen, Namen und Story.

Nahezu jedes Kapitel spielt in einer anderen Zeit an einem anderen Ort und die Figuren werden nicht besonders geschickt einführt. Man hat oft kaum mehr als den Namen, der schon sehr verwirrend klingt und kann sich nicht wirklich mit den Charakteren identifizieren. Gleich am Anfang liest man einen Namen und versucht ihn sich einzuprägen, aber schon 2 Sätze später stirbt die Figur und man fragt sich, warum man dieser Figur dann überhaupt einen Namen gegeben hat.
Walter, seine Frau und der Bauernsohn sind auch alle ziemlich blass. Es hat mich bei den Charakteren nicht wirklich gepackt und keiner von ihnen konnte mich bis jetzt überzeugen.


Leider auch nicht in Teil 2. Dort begleiten wir zwei junge Männer, die sich unter anderem eine Verfolgungsjagd in Autos liefern. Dort heißt es, sie sollten runter von der Straße, und dann parken sie einfach irgendwo. Stellt sich die Frage, hätte man da nicht mehr machen müssen? Wenn mich einer mit einem Auto verfolgt, fallen mir tausend Dinge ein, aber nicht, einfach irgendwo an der Straße zu parken.



Die Kapitel sind so kurz, dass man kaum etwas erfährt, schon springen wir zu einer anderen Zeit und zu einem anderen Ort. Insgesamt wirkt das sehr wie ein Drehbuch. Der Leser merkt, der Autor hatte einen gewissen Ablauf im Sinn, vielleicht sogar Szenen, die dann zu anderen Szenen springen. Das funktioniert im Buch allerdings nicht. Dort muss man eben erzählen, was passiert ist. Und nicht, er ging ins Gasthaus. Er aß etwas, dann war er müde. Am nächsten Morgen stand er auf. Was fühlt er, was denkt er, wie sieht er überhaupt aus?
Es werden einfach Szenen abgehandelt, und das leider zu kurz. Das wäre Stoff für eine TV Serie, bei der die Szenen nur wenige Sekunden bzw. Minuten dauern und gleich wieder umschwenkt.



Eine weitere Erzählweise, die mir nicht so gefallen hat, ist das „versteckte Predigen“. Ein Mentor erklärt einem Protagonisten in einem scheinbaren Unterricht die Welt. Und damit tue ich mir immer sehr schwer. Der Autor möchte so dem Leser das Geschwafel über die geschichtlichen Hintergründe der Welt ersparen, in der die Geschichte spielt. Leider geht es meistens nach hinten los und lässt die Szene dann sehr aufgesetzt wirken. Wieso nicht einfach das Kapitel mit „Früher war...“ oder so beginnen? In großen Fantasy Universen führt nun mal selten ein Weg vorbei, an den Hintergründen. Aber das ist dem Leser natürlich durchaus bewusst und solange man nicht in jedem Satz mit Zahlen und Namen zugeballert wird, ist es auch kein Problem, mal ein Kapitel über die Vorgeschichte zu lesen.
Vielleicht gibt es Leser, die diesen Stil sogar mögen, dann kann ich das Werk hier nur empfehlen.



Viele Dinge erscheinen unlogisch, weil sie eben augenscheinlich nur erfunden wurden, um der Geschichte ein wenig Gefühl zu verleihen. Zum Beispiel ein Kind, das nach jemandem benannt wird, der aber nur wenige Seiten „ScreenTime“ mit dem Vater des Kindes verbracht hat.

Auch wenn es der Auftakt einer riesigen Reihe ist, die wohl auch interaktiv werden soll (was ich mir überhaupt nicht vorstellen kann), war mir das alles zu viel: Zu viele Handlungsstränge, zu viele Zeitsprünge, zu schnell geschrieben. Im Gegensatz dazu, fehlen mir aber Informationen zu Dingen, die eigentlich ziemlich wichtig sind. Ich als Leser möchte nicht nach 20 Seiten 5 Zeitsprünge und 10 komplizierte aber sehr blasse Charaktere, die nicht einprägsam sind. Dazu kommt eine ohnehin schon verwirrende Story, die auf mehreren Zeitebenen zu spielen scheint.
Was man aber sagen muss, da Ebook ist wirklich günstig. Und wenn ihr das Fantasy Epos mal ausprobieren wollt, ist mit 1,99 Cent (bzw Teil 1 umsonst) jetzt wirklich nicht viel verloren.

Lieber Kieran, es tut mir echt leid. Aber mir hat es leider nicht gefallen.




Ich bin sicher, du findest viele Leser, gerade weil das System so innovativ ist. Zumindest ich habe noch nie von einem interaktiven Buch gehört. Die Elementarsturmchroniken werden mit Sicherheit ihre Fans finden und weitergehen – nur leider ohne mich.

=[ Fazit: ]=

Von allem etwas zu viel – zumindest für mich.





=[ Wertung: ♥♥ 2 von 5 ]=