Montag, 22. Mai 2017

Ciri nervt Nadine Erdmann

Ciri nervt Nadine Erdmann

Heute möchte ich eine Autorin ausquetschen, die mich sehr überrascht hat! :D

Und zwar mit ihrem Werk „Cyberworld 1.0 – Mindripper“. Das Cover und auch der Titel hatten mich anfangs abgeschreckt. Dann sah ich es bei einer Leserunde und habe mich beworben und gewonnen. Ich liebe Momente wie diesen: Ich habe angefangen zu lesen und war mega begeistert! Sofort war das Buch inhaliert – TOLLE Story, TOLLE Charaktere!! Schlimm nur, dass bis jetzt nur Teil 1 als Taschenbuch erschienen ist und die Fortsetzungen bis jetzt Ebooks sind. Und eine Serie wie diese möchte ich unbedingt in meinem Bücherregal stehen haben! Nun gut, genug geschwafelt – hier kommt Nadine Erdmann!



Die Liebe Nadine hat erst mal einen gescheiten Beruf gelernt (oder besser gesagt studiert), bevor es an ihr Romandebüt ging
.
Sie ist Lehrerin, hat teilweise in London studiert und in Dublin gelebt doch dann festgestellt, dass das noch nicht ihre Erfüllung ist. Und zum Glück hat sie sich dann fürs Schreiben entschieden.

Uuuund es geht los:

Ciri: Würdest du dich als witzig/humorvoll bezeichnen?

Nadine: Also ich hoffe schon, aber das können andere wohl besser beurteilen als ich. Ich verstehe aber auf jeden Fall Spaß und kann auch ganz gut über mich selbst lachen.

Ciri: Warst du eine gute Schülerin? Was war dein schlechtestes Fach, und welches das Beste?

Nadine: Guter Durchschnitt, würde ich sagen. Mein schlechtestes Fach war Latein, aber da hatte ich zum Glück einen echt guten Lehrer und nur dank ihm hab ich wohl auch mein Latinum geschafft. Meine besten Fächer waren Deutsch und Englisch. Die hab ich immer gemocht.

Ciri: Mit wem würdest du gerne mal zu Abend essen? (real oder fiktiv)

Nadine: Alex Verus aus der "Alex Verus"- Reihe von Benedict Jacka. Ich mag seine Ecken und Kanten und all die Grauzonen, in denen er wandelt, um seine Freunde zu beschützen und gleichzeitig immer wieder zu beweisen, dass er sich von seinem alten Meister, einem schwarzen Magier, losgesagt hat. Ich liebe seinen Pragmatismus, seinen sarkastischen Humor und dass er sich nicht in eine Schublade stecken lassen will. Ich glaube, ein Abendessen mit ihm würde mächtig Spaß machen – auch wenn uns dabei vermutlich sowohl dunkle und als auch helle Magier nach dem Leben trachten würden, weil er es sich garantiert mal wieder mit irgendjemandem verscherzt hat.

Ciri: Welche Rolle hättest du in einer Überlebendengruppe bei einer Zombieapokalypse?

Nadine: Ich wäre vermutlich die Allround-Kümmererin. Ich würde einen Ort zum Bleiben suchen, alles bombenfest absichern, Lebensmittel, Medikamente und was man noch alles braucht heranschaffen und mich um die Verletzten kümmern – und wehe dann kommt jemand, der mir das alles wegnehmen oder kaputtmachen will, dann kann er was erleben.
Was definitiv jemand anderes übernehmen müsste, wäre Gemüse anbauen, weil ich so was von überhaupt keinen grünen Daumen hab. Und jemand, der sich mit Solaranlagen auskennt und für fließendes Wasser sorgen kann, wäre auch super, denn davon hab ich leider keinen Plan. Mit den richtigen Leuten an meiner Seite könnten wir unsere kleine Festung dann trotz Apokalypse zu einem sehr netten Ort machen. Und dann sollen die Zombies nur kommen …

Ciri: Was würdest du deinem 13-jährigen Ich mit auf den Weg geben?

Nadine: Vertrau auf dich! Es wird nicht alles einfach, aber bleib dir treu, zieh dein Ding durch, lass dir nicht reinreden und bleib stark.

Ciri: Bist du abergläubisch?

Nadine: Nein, gar nicht. Und wenn, dann eher im umgekehrten Sinn. Ich hab zweimal an einem Freitag, den 13. wichtige Prüfungen gehabt und sie sind beide ziemlich gut gelaufen. Allerdings lag das vermutlich nicht unbedingt an dem Datum, sondern daran, dass ich wie blöde dafür gebüffelt hatte.

Ciri: Bist du ein Hunde oder Katzentyp?

Nadine: Mittlerweile beides, seit meine Schwester letztes Jahr zwei kleine Kater aus dem Tierschutz zu sich geholt hat. Vorher war ich definitiv der Hundetyp, weil ich mit denen aufgewachsen bin.

Ciri: An welchem Ort kannst du am besten entspannen?

Nadine:Auf dem Sofa. Gutes Buch, tolle Serie, Wolldecke, Kuschelkissen und ich bin ein sehr entspannter und glücklicher Mensch.

Ciri: Welchen Film hast du am häufigsten gesehen?

Nadine: Ich bin eher ein Serienjunkie, Filme gucke ich nicht so häufig und wenn, dann nur ein oder höchstens zwei Mal. Einen absoluten Lieblingsfilm hab ich daher nicht. Beruflich hab ich aber die "Truman Show" zigmal gesehen, weil ich damit meinen 11-Klässlern im Englischunterricht Filmanalyse beigebracht hab.

Ciri: Würdest du alles nochmal genauso machen?

Nadine: Vielleicht nicht alles exakt genauso, aber es gibt definitiv nichts, das ich total bereue.

Na, wenn das kein tolles Schlusswort ist! Vielen Dank für das tolle Interview!! :D


Wenn ihr mehr über Cyberworld erfahren möchtet, habe ich zum einen meine Rezi für euch - durch Klick auf das Foto gelangt ihr direkt dort hin.



Und natürlich gibt es auf der Seite der Greenlight Press mehr Infos und vor allem eine Leseprobe!

Ich freue mich jedenfalls, wenn es weiter geht und falls ich es nicht aushalte, muss ich mir eben die Ebooks besorgen *lach* 

#vonHexenundZauberern - Jeanne D'arc

Jeanne D'arc - Die Jungfrau von Orleans

                                                            #vonHexenundZauberern eine Aktion von Larissa liest


Jeanne D'arc ist jedem ein Begriff. Ist das nicht das Mädchen, dass auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde?



Ja, genau das ist sie. Aber sie ist noch viel mehr als das gewesen, und das möchte ich euch kurz erzählen.





1412 wird Jeanne in dem Dorf Domrémy geboren und im tobenden Krieg zwischen Frankreich und England bleibt auch ihr Heimatdorf nicht verschont.



Hilfe und Beistand suchte das Bauernmädchen bei Gott und schon bald beginnt sie, im Garten Stimmen zu hören, die ihr befehlen, was zu tun ist.



Vor dem Inquisitionsprozess sagte sie unter anderem wie folgt aus:


“Als ich dreizehn Jahre alt war, hörte ich eine Stimme von Gott, die kam, um mich zu leiten [...].”


Diese Stimmen identifizierte sie selbst als die der heiligen Katharina, der heiligen Margarete und des heiligen Michael. Sie beschließt, auf sie zu hören und erhält sich nicht nur ihre Jungfräulichkeit bis zum Tod, sondern sieht sich als Retterin ihres Heimatlandes.Jeanne lehnt ihr vorherbestimmtes Schicksal, ihren versprochenen Verlobten zu heiraten, konsequent ab. Sie sieht sich als die Jungfrau aus dem Eichenwald, wie in einer Legende, die einst Merlin erzählte.

Entschlossen, Frankreich retten zu können, reist sie nach Baudricourt, und bittet um Männer, Soldaten, um sich bereits von den Engländern eingenommene Stadt Orlean wieder zurück zu holen. Doch man macht sich lächerlich über sie und weist sie immer wieder ab. Durch ihre hartnäckige und entschlossene Art, begeistert sie jedoch die Massen und viele Leute schließen sich ihr an. Jeanne wird schließlich gehört und bekommt die geforderten Männer für den Sturm auf Orlean.


Kurzerhand schneidet sie sich die Haare kurz, kleidet sich wie ein Mann und schafft es mit den Soldaten tatsächlich die Stadt Orlean zurück zu erobern.

Sie folgt weiterhin den Stimmen, die sie hört und so kommt es, dass mit ihrem Bitten Dauphin Karl VII in Reims zum König gekrönt wird.



Auf dem Weg nach Paris gerät Jeanne bei Rouen jedoch in englische Gefangenschaft, wie es ihre Stimmen ihr vorausgesagt hatten. Sie wird wegen Ketzerei angeklagt, von der Inquisition für schuldig befunden und sogar zu Tode verurteilt. Um des Friedens Willen, wendet sich sogar der König von ihr ab und Jeannes Schicksal ist besiegelt. 

Sie stirbt in 1431 in Rouen als Hexe auf einem Scheiterhaufen.





Frankreich gewinnt den Krieg. Erst 24 Jahre später wird durch König Karl VII ihr Namen rein gewaschen und ihre Ehre ist wieder hergestellt. 1909 wird sie selig- und im Jahr 1920 heilig gesprochen.
=[ ♥ ]=




Der Mythos um das starke, tapfere Mädchen ist heute immer noch präsent und wird in unzähligen Filmen, Büchern, sogar Animes wieder aufgegriffen. 

Jeanne D'arc, auch die Jungfrau von Orlean genannt, steht für Mut, Entschlossenheit und Stärke und ist heute noch ein unsterbliches Vorbild für viele Frauen. Und das wird sie wohl immer bleiben.


=[ ♥ ]=

So ihr Lieben, ich hoffe ich konnte euch einen groben Abriss über diese bemerkenswerte junge Frau geben. Details habe ich mir bewusst gespart. Normalerweise schreibe ich ja solche Artikel nicht, aber Larissa's Aktion finde ich total klasse, deshalb gibt es jetzt noch mehr davon. Das nächste Mal stelle ich den Orden der Templer vor und ich würde mich freuen, wenn ihr wieder dabei seid :D 




Quellen:

Bilder:
http://a-cappella-chor-villach.chor.at
www.zerochan.net



Freitag, 19. Mai 2017

Rezension: Der Teufel im Detail

Der Teufel im Detail
                                            von Felicity Green




=[ Harte Fakten ]=
  • self-published 2016
  • 10,99 €
  • 320 Seiten
  • 978-3844800104
=[ Worum geht’s denn eigentlich? ]=

Dessie, der Inhaberin des B&B in Tarbet bleibt nichts anderes übrig als einen Teil der jungen Leute abzuweisen, da alle Zimmer belegt sind. Sie empfiehlt das „Thistle Inn“ die Straße rauf. Doch einer von ihnen verschwindet noch in der selben Nacht spurlos. Sofort ist Dessie alarmiert – vor 10 Jahren ist ihr Mann Connor in der gleichen Herberge verschwunden, seitdem fehlt von ihm jede Spur. Dessie beschließt, seinen Freunden zu helfen und begibt sich auf Spurensuche. Bald findet sie heraus, dass wohl das Mädchen Andie, die in den Semesterferien für sie arbeitet, etwas mit der Sache zu tun hat.




=[ Meine Meinung ]=

Nachdem ich den dritten Teil „Der Teufel in der Küche“ inhaliert hatte, habe ich mich sehr auf den ersten Teil gefreut. Und alle Erwartungen wurden erfüllt! 

Das Cover ist wundervoll, wirkt wie beim dritten Teil auch sehr professionell und ich hätte mir das Buch in einem Laden auf jeden Fall angeschaut und nach dem Klappentext eindeutig auch gekauft. Warum die Reihe nicht über einen Verlag produziert wird, kann ich auch nach dem zweiten Buch nicht nachvollziehen.

Die Geschichte ist super spannend. Wir steigen direkt ein in Andie's Traum und folgen ihr bis nach Tarbet. Von Anfang bis Ende war ich hervorragend unterhalten und die Wendung hatte ich ein bisschen kommen sehen, sie war aber unglaublich gut beschrieben. Jeder ist ein bisschen verdächtig, die Spannung bleibt aufrecht erhalten.

Felicity's Reihe lebt von den Figuren. Diese sind unfassbar liebevoll gestaltet. Ob Dessie oder Andie, man ist als Leser sofort mitgerissen. Vor allem Dessie's Schicksal hat mich sehr bewegt und man denkt dann schon mal nach... vor allem weil ich selbst meine Flitterwochen als Mietwagentour in Irland verbracht habe. Klar, so etwas passiert immer anderen und man sieht das nur im Fernsehen... es lässt ein mulmiges Gefühl zurück. Dessie's Verzweiflung und Leid und ihre Hoffnung auf eine neue Spur lässt niemanden kalt und ihre Loyalität Connor gegenüber ist wirklich bewundernswert.

Auch die anderen Charaktere haben es in mein Herz geschafft, die missverstandene Andie und auch der überarbeitete Polizist. Es hat Spaß gemacht, sie zu begleiten und man hat sich am Ende gefühlt, als würde man schon in Tarbet wohnen. *lach*

Und das Beste: Ich kenne Teil 2 noch nicht und kann ihn noch genießen! :D

Ich habe auch gelesen, dass Felicity noch andere Bücher geschrieben hat. Die schaue ich mir jetzt auch mal an.

„Der Teufel im Detail“ konnte mich voll überzeugen und begeistern und jetzt hat die liebe Felicity es geschafft: Ich könnte sofort meinen Koffer packen und in ein Bed & Breakfast in Schottland einchecken. (Vielleicht mach ich das ja auch)




=[ Fazit ]=


Ich ziehe meinen Hut – oder meine irische Raufboldmütze. Bitte mehr!


=[ Wertung: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ 5 von 5 ]=

Mittwoch, 17. Mai 2017

Igel News 17. Mai 2017

=[ Igel-News 17.05.2017 ]=

Hier habe ich es noch gar nicht gepostet. Am 18. April haben wir unsere süße Cream verloren. Wir wussten wie es um sie stand, der Tierarzt hatte Wochen vorher mehrere Tumore festgestellt. Trotzdem war es mehr als ein Schock und ich hatte daran lange zu knabbern...weil ich mir natürlich Vorwürfe gemacht habe. Ich hätte da sein können, ich hätte es merken können, ich hätte, ich hätte ich hätte....

=[ ♥ ]=

Cream fehlt mir immer noch sehr. Aber ich habe aufgehört, mir ununterbrochen Vorwürfe zu machen. Tumore sind einfach scheiße. Was mich tröstet ist, dass sie jetzt keine Schmerzen mehr hat und ich stelle mir immer vor, dass meine Tierchen kleine Flügelchen haben und auf mich aufpassen. (Auch wenn ihr mich jetzt für verrückt haltet) 

Ich wusste es würde hart werden. Dabei hatte ich schon viele Haustiere und jedes Mal ist es fürchterlich, aber Cream... Ein Igelchen ist eben irgendwie etwas besonderes. Die kleine Seele... am meisten schmerzte mich, dass sie erst 1,5 Jahre alt war... schlecht behandelt wurde, falsch gehalten wurde. Und dann haben wir sie aufgenommen, ohne ihr Gesicht gesehen zu haben, weil sie so verängstigt war. Es hat über ein halbes Jahr gedauert, bis sie uns ihr Gesicht gezeigt hat. Sie war dann soweit, hat sich schmusen lassen, meinen Mann hat sie geliebt - Daddy's Girl. Und dann sowas. Das tut so richtig weh, denn das hat die kleine Maus nicht verdient. Da habe ich ein paar mal schlucken müssen und hatte dran zu knabbern.

Sully hat lange getrauert, ich bin mir nicht mal sicher, ob sie nicht immer noch trauert... aber unser kleiner Wirbelwind Navi hält sie ganz schön auf Trab. Trotzdem fehlst du hier, Cream.

Wir haben jetzt einen Platz frei und der wird zu gegebener Zeit an ein hilfsbedürftiges Igelchen vergeben. Das ist übrigens immer eine Option wenn ihr euch einen Igel holen wollt. Ich verurteile keinen, der lieber ein Baby vom Züchter will, das wollte ich anfangs ja auch. Bis ich dann von den zwei Notigeln gehört habe und seitdem steht fest: ich möchte hilfsbedürftigen Igelchen, meist die, die keiner mehr haben will, ein Zuhause geben. 

Sobald wir eine weitere Stachelnase aufgenommen haben, werde ich natürlich wieder berichten


Rezension: Der Galgen von Tyburn

Der Galgen von Tyburn (Peter Grant #6)
                                                       von Ben Aaronovitch





Seltsam eher in Richtung Scientology oder in Richtung My little Pony?“



=[ Harte Fakten ]=
  • dtv Verlagsgesellschaft 2017
  • 416 Seiten
  • 10,95 €
  • ISBN:  978-3423216685
=[ Worum geht’s denn eigentlich? ]=

Es ist unheimlich schwer eine spoilerfreie Inhaltsangabe zu schreiben und der Klappentext und so wunderbar nichtssagend...

Der junge Polizist Peter Grant ist mittlerweile der Abteilung für Außergewöhnliches (Falcon) zugeteilt und kümmert sich um Verbrechen magischer Art. Dabei ist er nicht allein, sein Mentor und Ausbilder Nightingale und nicht zuletzt die Flüsse von London sind auf seiner Seite – meistens. Denn bei einem könnte er jetzt schön in Fettnäpfchen treten. Ganz nebenbei muss er einen Mordfall aufklären und der Gesichtslose ist im weiter auf der Fährte.

=[ Meine Meinung ]=

Es tut mir leid für die übersichtliche Inhaltsangabe. Aber das hier ist der 6te Band einer Reihe und ich möchte niemanden spoilern, denn die Reihe ist wirklich toll!

Kurzer Exukurs:
Zu Peter Grant kam ich vor einigen Jahren. London – Magie – ich! Und sofort hat mich die Reihe begeistert. Und dann hieß es erstmal warten... auf die nächsten Bände. Klar, ich hätte sie vorher schon auf Englisch lesen können, aber ich mag gerade die deutsche Übersetzung sehr gerne. Für den Leser mögen die personifizierten Flüsse etwas ungewohnt sein, aber man findet sich relativ schnell damit ab und alles ist gut. In Aaronovitchs Reihe geht es übrigens auch ordentlich zur Sache.Wer Krimis mit ein bisschen Magie und Chaos, sympathischen Figuren und Ironie und Zynismus/Sarkasmus mag -  Schaut euch auf jeden Fall Teil 1 „Die Flüsse von London“ an!! Oder sollte ich es mal verlosen?

Meine Meinung zu Band 6 – Super!

Der Galgen von Tyburn“ war spannend und sehr actiongeladen. Das heißt, es war sehr sehr schnell zu lesen und die Story wurde rasant voran getrieben. Man kann es eigentlich in einem Rutsch lesen und fragt sich, ob das wirklich 400 Seiten waren.

Die Story hat mir bei diesem Band nicht ganz so gut gefallen wie beim Vorgänger „Fingerhutsommer“, aber das, was da passiert ist, kann man kaum noch toppen.

Unser Peter Grant macht seinen Job sehr gut und mehr als einmal muss man schmunzeln. Unglücklicherweise schuldet er Lady Ty noch einen Gefallen, den er eigentlich nicht erfüllen kann. Er brilliert in diesem Teil vor allem im Weglaufen. Peter trifft auch auf andere „Praktizierende“ und stellt fest, dass es noch viel zu lernen gibt und die Magie noch wesentlich vielfältiger ist. Peter's Gedanken und Kommentare sind mal wieder sehr passend und witzig. Hach, ich mag ihn einfach. 
Beverly hat eigentlich nur einen kurzen Auftritt in dem Band, das finde ich persönlich gut, schließlich steht das ja nicht im Vordergrund. Es ist schön, dass der Autor das hier beibehalten hat.



Mir persönlich haben die Vorgänger sehr gut gefallen, weil da immer ganz klar ein Fall im Vordergrund stand und irgendwie hatte ich den Eindruck, dass es hier nicht so ist. Weichen für die Fortsetzung wurden gestellt und ich bin eher ein Freund von vordergründigen Fällen und hintergründigem roten Faden. Nichtsdestotrotz ist auch diese Fortsetzung hier zu empfehlen. Fans der Reihe werden sie sowieso lesen :P

Ansonsten sind wohl noch etliche Bände geplant, denn die Geschichte hat jetzt nochmal ordentlich Gas gegeben. Viele Fragen bleiben offen, was aber nicht schlimm ist. Schlimm ist die Gewissheit, wahrscheinlich über ein Jahr warten zu müssen, bis wir erfahren, wie es weitergeht.




=[ Fazit ]=

Wie zu erwarten eine gelungene Fortsetzung!


=[ Wertung: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ 5 von 5 ]=

Montag, 15. Mai 2017

Exkurs: Pen & Paper Rollenspiele

Pen & Paper Rollenspiele





=[ Was ist das? ]=

Wer hat sie nicht geliebt – die „Du entscheidest selbst“ - Bücher aus unserer Jugend? Und jetzt denkt an die spannenden Geschichten zurück und stellt euch vor...solche Abenteuer könnt ihr jetzt erleben und sogar mit euren Freunden.




Pen&Paper RPGs („RolePlayingGame“) sind eine Art Gesellschaftsspiele, bei denen man in einer Gruppe an einem Tisch sitzt, bewaffnet weitestgehend mit Stift und Papier. Zugrunde liegt eine Geschichte, die von einem Spielleiter moderiert wird, der (meistens) nicht direkt mitspielt. 
Er übernimmt die Rolle des Erzählers und leitet die Gruppe. Die anderen Mitspieler agieren und reagieren mit einem selbst erstellten Charakter, den sie dann quasi „spielen“. Es gibt hier keine Spielfiguren oder Spielbrett. 
Vor den Mitspielern liegt ihr Charakterbogen, auf dem alle Eigenschaften und Attribute ihres Charakters eingetragen sind. Diese wurden vorher ausgewürfelt oder selbst bestimmt. Ein paar Würfel liegen bereit, um eventuelle Erfolge oder Misserfolge in der Handlung auszuwürfeln. Es soll ja nicht alles geplant sein. Das meiste ist eben improvisiert.

Diese Abenteuer gibt es mittlerweile in fast jedem Genre und jeder hat schonmal von „Dungeons & Dragons“ gehört, dem Vorreiter aller Pen&Paper RPGs. Genau, das waren früher die unbeliebten Studenten, die sich abends lieber zu sowas getroffen haben, als feiern zu gehen. Früher war man sehr schnell als Nerd verrufen, heute ist das ja kein Schimpfwort mehr.



Mein erstes Rollenspiel war eine sehr sehr freie Runde Dungeons & Dragons mit ein paar Freunden (Grüße an Zora) und wenn ich heute daran zurück denke, lache ich immer noch Tränen. Bald wechselte ich zu DSA, leider kamen nie wirklich regelmäßige Runden zustande, auch wenn ich es mir gewünscht hätte. Meine Charakterbögen werden gehütet wie Schätze und meine beste Freundin hat sogar meinen Charakter gezeichnet.






=[ Wie läuft so etwas ab? ]=

Der Spielleiter beginnt zum Beispiel mit der Geschichte, er erzählt hierbei wie sich die Charaktere treffen. Vielleicht liest er auch etwas vor. Dann sind die Spieler gefragt. 
Sie reden als ihre Charaktere: 

„Ich nicke in die Runde und stelle mich vor: „Hallo zusammen, mein Name ist Dofro und ich komme aus dem entfernten Lauenand. Was führt euch hierher nach Ongdor?“ 

Die anderen reagieren darauf und so geht die Geschichte weiter. Oft ergeben sich dabei sehr witzige Konversationen, da eben jeder „in-character“ bleibt und so reagiert, wie eben sein erstellter Charakter reagiert.

Und ich denke an dieser Stelle haut es bei den meisten die Bremse rein. Zugegeben, es wirkt in erster Linie befremdlich, am Tisch zu sitzen und so zu tun als knie man in einem Wald über seltsamen Fußspuren und würde sie untersuchen. Vielen ist das Spielen "peinlich". Man spielt eben einen Charakter, wie im Theater - nur ohne Text. Das ist für Anfänger in den ersten 5 Minuten vielleicht peinlich und kostet Überwindung, aber wenn das Abenteuer Fahrt aufnimmt, ist man so vertieft, dass man gar nicht mehr merkt, dass man spielt.

Die Gruppe arrangiert sich also, die Charaktere treffen aufeinander, unterhalten sich, beschließen, was als nächstes zu tun ist.



Steht man dann vor einer schwierigen Handlung, wird ausgewürfelt, ob etwas gelingt oder misslingt. Regeln im Sinne von Gesellschaftsspielen gibt es nicht, es gibt aber feste Würfelregeln. Zum Beispiel wird ein sehr charismatischer Charakter es einfacher haben, jemanden zu überzeugen, als ein schüchterner Charakter. 

Keiner kann alles und es soll ja auch nicht jede Hürde auf Anhieb gemeistert werde - kann aber – mit Würfelglück- sehr wohl passieren. (Siehe den Film „the Gamers“)

Es macht unheimlich viel Spaß und man beginnt, seine Charaktere zu lieben, die Hintergrundgeschichte immer weiter auszuarbeiten. Und man verbringt eine tolle Zeit mit Freunden. Optimalerweise trifft man sich regelmäßig, denn man kommt an einem Abend nicht unbedingt sehr weit im Abenteuer.




=[ Wo kann man sowas kaufen ? ]=

Es gibt für jedes Spiel ein Grundregelwerk und noch Ergänzungsbücher, wie z.B. Bestiarien, oder Bücher über Zaubersprüche. Das ist Genre abhängig. Die Welt von DSA (Das schwarze Auge) ist ziemlich groß, da gibt es sogar Bücher über die verschiedenen Regionen. 

Mein neues Spiel heißt „Cthulhu“ und ist diesmal keine Fantasy, sondern mehr Horror und spielt in der normalen Welt, Gegenwart oder 1920. Hier gibt es wirklich alles. Wer mehr Detektiv spielen möchte ist bei „Private Eye“ am besten aufgehoben, es gibt auch Science-Fiction Spiele. Da die Regelwerke relativ teuer sind, sollte man sich vorher informieren und reinschauen. Die Spielmechaniken sind überall ähnlich. Die Bücher bekommt man im gut sortierten Comicläden oder im Internet. Auch werden oft auf Rollenspielconventions oder auch bei den Verlangen auf der Homepage Kennenlernpakete bereit gestellt. 



Für das Grundregelwerk sollte man ca. 20-40 Euro rechnen. Meins hier, Cthulhu kostet 19,95 € und ist im Vergleich zu den anderen sehr günstig. Man sollte aber dem Cthulhu Mythos etwas angetan sein. Für Fantasy Fans empfehle ich DSA. Hier wird man von Fülle an Büchern erschlagen. Aber keine Angst, man kann jedes Pen&Paper grundsätzlich mit dem Grundregelwerk spielen. Es reicht völlig aus und enthält alles, was man wissen muss.

Übrigens ist der Ultra Comics in Nürnberg für sowas ganz gut gerüstet.




=[ Wie findet man Mitspieler ]=


Wenn man mit Nerdtum nichts zu tun hat, oder keine Freunde hat, dies ich dafür begeistern ist es vielleicht etwas schwer, einfach so damit anzufangen. DSA und Cthulhu werden noch relativ viel gespielt und auch hier lohnt es sich, mal im Comicladen nach zu fragen. Es gibt immer mal wieder Runden die sich treffen und einen zuschauen lassen (übrigens eine tolle Chance mal zu schnuppern), oder noch neue Mitspieler suchen. 

Hierbei darf man sich auch nicht wie ein Klotz am Bein fühlen. Im Gegenteil. Neue, unerfahrene Spieler machen eine Runde manchmal interessanter und sind eine neue Herausforderung für erfahrene Spieler. Außerdem verfliegt dann schnell die "Peinlichkeit", denn da sitzen Leute, die machen das seit Jahren regelmäßig.  


So meine Lieben! Ich hoffe ich konnte verständlich erklären worum es beim Pen&Paper geht und habe euch Lust aufs spielen gemacht! :D 

Mittwoch, 10. Mai 2017

Rezension: Der Weg des Inquisitors

Der Weg des Inquisitors
                                                              von Frank Rehfeld






Vor Erinnerungen kann man nicht weglaufen, so wenig wie vor der Verantwortung.“

                                                                                                  - Shirina Falkenstein





=[ Harte Fakten ]=
  • Blanvalet Taschenbuch Verlag 2016
  • 14,99 Euro
  • 480 Seiten
  • 978-3734160561




=[ Worum geht’s denn eigentlich? ]=

Torin ist ein Waisenkind und in einem Kloster aufgewachsen. Schon immer hatte er den Traum, eines Tages Inquisitor zu werden – für einen Waisenjungen unmöglich! Doch spricht er bei einem Inquisitor vor, der ihn mit zu einer Exekution nimmt. Das Event wird von einem Sandsturm überrascht und Torin rettet dem Inquisitor das Leben, was diesen dazu veranlasst, dem Jungen eine Chance zu geben. Gemeinsam machen sie sich auf de Weg in die Hauptstadt.




=[ Meine Meinung ]=

Ein weiteres Überraschungsbuch!! Für Fans von Fantasy eine absolute Leseempfehlung!

Wir begleiten den Jungen Torin auf seinem mehr als steinigen Weg zum Inquisitor und schon nach den ersten paar Seiten war ich total angefixt und habe mich gefreut, dass mich meine Intuition, dieses Buch anzufordern, nicht enttäuscht hat.

Es geht nicht nur um den Waisen Torin, sondern auch um das Mädchen Shirina von Falkenstein, die ebenfalls eine Ausbildung zur Inquisitorin anstrebt. Sie wird eher belächelt, weil es bis jetzt noch kein Mädchen geschafft hat, und ist von ihren Mitschülern wegen ihres Kampftalents verhasst. Auf einer Art Akademie treffen sich die beiden zum ersten Mal und können sich zuerst nicht ausstehen, lernen sich jedoch besser kennen und unterstützen sich gegenseitig. Wir folgen Torin von Anfang an, wie er sich das erste Mal bei einem Inquisitor vorstellt und leiden und lachen mit ihm. Schnell hat er mehr Feine als Freunde.
Torin muss erkennen, dass das, woran er immer uneingeschränkt geglaubt hat, vielleicht doch nicht so glorifiziert werden kann. Er erlebt es sogar am eigenen Leib. 

Das Cover ist nicht so bildgewaltig, wie die aktuellen Fantasybücher. Trotzdem hat es irgendwie meine Aufmerksamkeit gefunden. Vielleicht, weil es nicht darum geht, die Welt zu retten oder irgendwelche epischen Kriege ausgefochten werden. Die Story ist nicht von Anfang an total episch. Es geht eben um einen Jungen, der einem Traum nachjagt und das ist auch mal sehr spannend zu lesen.

Mit Shirina kann ich mich sehr gut identifizieren und generell alle Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und bringen tolle Geschichten mit. Torin ist ein echter Underdog und ich denke, jeder kann sich irgendwie in ihm wiederfinden. Auch wenn er die klasse Waisenkind-Lebensgeschichte mitbringt, ist er eine tolle Figur mit nachvollziehbaren Gefühlen und Gedanken.

Der Stil des Autors gefällt mir sehr gut, er ist sehr ansteckend und leicht zu lesen. Ich komme nicht umhin, die Gefühle, die ich beim Lesen hatte, mit denen zu vergleichen, die ich beim Lesen von Harry Potter hatte. Torin's Geschichte hat mich total abgeholt und mitgenommen. Die ganze Thematik eigentlich. Hexenverfolgung, die Inquisition. Kaum vorstellbar, dass es so etwas wirklich gegeben hat. Mich zumindest ließen einige Kapitel nachdenklich zurück. Es ist ein Fantasyroman mit einem im Grunde wahren Kern. Die Story drum herum hat der Autor mehr als gekonnt aufgebaut und nichts ist übertrieben oder unglaubwürdig. Es bleiben einige Fragen offen, was auf eine Reihe schließen lässt (rede ich mir bei guten Büchern gerne ein...).


 Von Anfang bis Ende hat das Buch Spaß gemacht und ich habe wirklich keinen Kritikpunkt gefunden – außer das ich immer die falschen Figuren liebgewinne (cleverer Schachzug, Autor!!)

Auch dieses Buch werde ich weiterempfehlen, weil es mir wirklich sehr gut gefallen hat. Ich hoffe hier auch auf eine Reihe und kann gar nicht abwarten, wie es bei so einem Ende weitergeht!





In jeglicher Hinsicht hat mich das Buch überrascht und begeistert, und wäre total schaden, wenn es in der Momentanen Flut an Fantasy einfach so unterginge. 

Ein sehr gutes Buch, das jetzt Einzug in mein Lieblingsregal gefunden hat. 

Vielen Dank an den Verlag für das Leseexemplar und liebe Grüße an Frank Rehfeld – schreib.bitte.weiter.!




=[ Fazit ]=

Leseempfehlung!!

=[ Wertung: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ 5 von 5 ]=