Samstag, 24. Juni 2017

Rezension: Vita

Vita
                        von Felix A. Münter






„Recht und Gerechtigkeit sind zwei ganz verschiedene Dinge.“




=[ Harte Fakten ]=
  • Papierverzierer Verlag
  • Taschenbuch 2017
  • 13,95 Euro
  • 262 Seiten
  • ISBN: 978-3959620284




=[ Worum geht’s denn eigentlich? ]=




Der neue Brennstoff „Vita“ hat auch in Blackwater die Maschinenindustrie revolutioniert. Als auf offenem Meer die „Glory“, die einen Jahresvorrat an Vita geladen hat, durch einen Sturm untergeht, sieht Blackwater die Produktion bedroht.
Alexander McRoy, Friedenshüter von Blackwater ermittelt und trifft auf eine Gruppierung, die ihm schockierendes eröffnen. Ist Vita gar nicht die Zukunft?




=[ Meine Meinung ]=

Ich weiß nicht, ich hatte was anderes erwartet. Fangen wir mal bei Alexander an.

Wir folgen Alex McRoy einen mit allen Wassern gewaschenen und dreimal chemisch gereinigten Veteran, mit Kriegs-Wehwehchen und Hang zum Alkohol. Da ich Pen&Paper Spieler bin, ist mir dieser Stereotyp mehr oder minder bekannt. Dennoch fand ich Alex am Anfang echt gut, das hat sich dann leider ab Mitte des Buches radikal geändert. Mir viel auf, anfangs wurde immer vom „Mann in schwarz“ gesprochen und jeder, der den dunklen Turm gelesen hat (oder den erste Satz des dunklen Turms), hat dann sofort ein Bild vor Augen. Oft wird Alex anfangs mit „Der Mann in schwarz“ umschrieben, später ist davon nie mehr die Rede. Aber das ist nur etwas, das mir persönlich aufgefallen ist. King hat natürlich kein Patent auf die Formulierung, aber sie hat sich unweigerlich eingebrannt.

Alex investigiert und wird dabei angeschossen. Er wird so schwer verletzt, dass Körperteile, z.B. Sein Arm, durch künstliche ausgetauscht werden. Unter anderem wird Vita auch zur besseren Funktionstüchtigkeit der Prothesen benutzt.

Und da hakt es schon ein. Wie funktioniert Vita? Es ist wohl ein Gel, das Maschinen leistungsfähiger macht. Also wird es quasi als Brennstoff benutzt? So genau erfährt man die Funktionsweise irgendwie nicht. Irgendwie war mir auch „Vita“ während des ganzen Buches nicht „anwesend“ genug. Das Setting ist nicht ausgefeilt genug. Der Fokus ist nicht auf Vita, sondern auf Alex Arbeit und auf dem Folgenden:



Der Friedenshüter trifft bald auf seine Ex-Frau, die einer Gruppierung angehört, die sich „Die Stimme“ nennt.

Und hier geht es weiter. Sofort fällt mir dazu Bioshock, bzw. Bioshock Infinite ein. Da gibt es die „Plasmide“, die Menschen übermenschliche Fähigkeiten verleihen. Und in Infinite gibt es auch eine Rebellenbewegung, die „Vox Pupuli“ (=Stimme des Volks).

Ausgerechnet seine Ex-Frau zeigt ihm nun, dass Vita auf abscheuliche Art gewonnen wird und sofort glaubt er ihr. Der harte raue Alex, Veteran und Friedenshüter glaubt ihr sofort alles und begibt sich sogar auf Mission mit ihr. Das hab ich ihm dann einfach nicht abgenommen. Zufällig die Ex-Frau und dann auch eine komplette Wesensänderung. Ein anderer, unerforschter Kontinent...



Wovon ich einfach nicht abkomme ist, dass es sich wie eine Art Abenteuer liest. Das Setting, der Schreibstil des Autors. Alles ist ein bisschen zu genau erklärt, außer das, was eigentlich interessant ist. Es liest sich einfach wie ein Abenteuer, das jemand mitgeschrieben hat. 

Jeder Charakter hat seine Motivation und markante Äußerlichkeiten und wirkt nach einem Muster erstellt. Und am Ende kommt dann die Auflösung mit einem „Bösewicht“, der einen Monolog hält und damit alles erklärt. 


Vielleicht bin ich ein bisschen zu sehr in der Materie drin... ich bin auf jeden Fall der Meinung, dass das Buch durchaus begeistern kann, wenn man kein Gamer und/oder Rollenspieler ist, und mit solchen Storys und Abenteuern einfach nicht vertraut ist. Dann ist das sicherlich eine super Lektüre.




Als Anhänger von Bioshock, dem dunklen Turm und Pen&Paper RPGs wars für mich leider nur ein ganz interessantes Abenteuer, das leider völlig in eine andere Richtung ging, als anfangs vermutet. Ich hätte mir mehr gewünscht, als eine große Verschwörung. Mehr Setting, mehr Geschichte irgendwie. Um „Vita“ herum hätte man so viel aufbauen können. 

Ein kleiner Punkt noch. Mit fast 14 Euro finde ich es für 262 Seiten fast etwas teuer. Ich weiß, für gute Bücher zahlt man gerne, und um Verlag und Autor zu unterstützen. Jeder muss am Ende selbst wissen, wie viel er ausgeben möchte, ich möchte nur darauf hinweisen, weil ich das bei anderen Büchern auch öters mache :)

Ich bin dennoch gespannt auf andere Werke des Autors, die auch noch auf meiner Wunschliste stehen. Vielleicht können sie mich mehr überzeugen.


=[ Fazit ]=

Solider Roman für Steampunk Neulinge.





=[ Wertung: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ 3,5 von 5 ]=

Mittwoch, 21. Juni 2017

Rezension: Chronik des Cthulhu-Mythos 1

Chronik des Cthulhu-Mythos I
                     
                                                                 von H.P. Lovecraft und Marco Frenschkowski




" Es ist nicht tot, was ewig liegt, bis dass die Zeit den Tod besiegt."
                                                                                              - H.P. Lovecraft


=[ Harte Fakten ]=
  • Festa Verlag 2011
  • 13,99 €
  • 499 Seiten
  • ISBN: 978-3865521446
  • Horror





=[ Worum geht’s denn eigentlich? ]=

Chroniken des Chtulhu-Mythos vereint Geschichten von H.P.Lovecraft, die sich mit Cthulhu und anderen Kreaturen befassen.





=[ Meine Meinung ]=

Zeichnung von Lovecraft
Quelle: Google
Wer kennt Cthulhu nicht, oder hat zumindest schon einmal was davon gehört?

Es geht meist um kosmische Wesen, die die Protagonisten oft um deren Verstand bringen, weil ihre Erscheinung einfach zu viel für den menschlichen Verstand ist. Nicht in jeder Geschichte taucht der (inzwischen fast gesellschaftsfähige) Cthulhu auf, sondern auch zahlreiche andere Wesen und Phänomene.

Immer mal wieder wird der Mythos präsent in Filmen, Serien, Romanen und sogar Games. Aber für einen Neuling in der Materie ist es unglaublich schwer einen Anfang zu finden. Zahlreiche Kurzgeschichten und Erzählungen gibt es von H.P. Lovecraft und nicht alle haben etwas miteinander zu tun, widersprechen sich zum teil. Welche sind denn dann überhaupt lesenswert und welche handeln gar nicht von Cthulhu selbst, sondern von anderen Wesen des Grauens?

Tja. Und dann sucht man und findet eine Liste an Geschichten, die alle schon 20 mal veröffentlicht wurden. Aber dann gibt es ja die netten Menschen von FESTA - die haben jetzt tatsächlich eine Art Chronik herausgebracht! 

Wer an Cthulhu und Co. interessiert ist, und auch gerne wissen möchte, wo alles einen Ursprung hat, der ist bei diesem Buch gut aufgehoben. 

Also habe ich mir dieses Buch besorgt und einfach losgelesen. Die Geschichten sind alle recht kurz, bis auf zwei etwas längere und das Buch ist ratz fatz verschlungen. Aber zum Glück gibt es ja noch den zweiten Teil. 

Absolut genial sind die Zusatzinfos vor den Geschichten. H.P.Lovecraft war ein sehr interessanter Mann mit einem mehr als interessanten Leiden. Wie er zu seinen Geschichten kam und mehr kann man so gleich nachlesen.

Ich persönlich habe diese Informationen beim Lesen erstmal ignoriert, weil ich mich zuerst auf die Geschichte einlassen wollte und bin damit ganz gut gefahren. Aber es ist natürlich auch sehr interessant zu wissen, wo Lovecraft seine Ideen hernahm, oder wie und wann die Geschichten erschienen sind. Vor allem, weil sie wirklich verstörend sind. WIRKLICH VERSTÖREND.



Wenn man die ein oder andere Geschichte liest, läuft es einem schonmal eiskalt den Rücken runter. Man denkt sich „oh mein Gott welche Albträume muss der arme Junge gehabt haben?“. Die Protagonisten haben alle mit ihrer geistigen Stabilität zu kämpfen, weil da etwa ist, das der menschliche Verstand nicht wirklich erfassen und greifen kann. Cthulhu wurde zu einer Zeit geschrieben und veröffentlicht, da war die Menschheit durch die ganze Reizüberflutung von Internet, TV noch nicht abgestumpft. In der heutigen Zeit mit den ganzen Videospielen und VR Systemen, Kino und Co. schockt Cthulhu nicht mehr. Dennoch bleiben sehr verstörende und gruselige Horrorgeschichten, die auch jetzt noch  "Spaß" machen zu lesen. Und Lovecraft schafft es auch in 2017 noch, dass man sich danach abends im Park vielleicht einmal mehr umdreht. 

FESTA hat hier ganze Arbeit geleistet und die Geschichten toll in Szene gesetzt. Kleiner Kritikpunkt: Das Buch ist etwas teuer. Dafür wird man aber sehr gut unterhalten. *flüstert* und das Nekronomicon gibt es wirklich 




=[ Fazit ]=

Für Neulinge des Mythos ein sehr guter Anfang!



=[ Wertung: 5 von 5 ]=

Sonntag, 18. Juni 2017

Ciri nervt die DTG (Deutsche Tolkien Gesellschaft)

Ciri nervt die Deutsche Tolkien Gesellschaft e.V.



Heute möchte ich euch einen Verein vorstellen, der mich wirklich sehr überrascht und begeistert hat. 

Zugegebenermaßen hat meine Begeisterung für Tolkien und seine Werke sehr lange gebraucht, um zu erwachen *duckt sich schonmal * was wohl daran liegt, dass ich eher auf taub schalte, wen jemand absolut versucht, mir etwas aufzuzwingen. Dabei hatte ich den ersten „Kontakt“ schon mit 12 glaube ich, damals war ich in der Buchhandlung und habe das Silmarillion gekauft. Leider ein Fehler, denn es hat mich brutal abgeschreckt. Hätte ich wohl mit dem Hobbit angefangen, wäre schon viel eher in Mittelerde angekommen. Aber es hat ja doch noch fuktioniert und inzwischen habe ich auch den Herrn der Ringe gelesen und ihn – zusammen mit dem Hobbit – zu meinem Lieblingsbuch erklärt.


Huch ich schweife schon wieder ab... als Geschenk für meinen Mann habe ich dann mal etwas nachgeforscht und die Deutsche Tolkien Gesellschaft e.V. gefunden und prompt für ihn eine Mitgliedschaft beantragt! Er hat sich riesig darüber gefreut und liest die Vereinszeitschrift „Der Flammifer von Westernis“ immer mit Begeisterung. 

Es wurde jedenfalls schnell klar, in diesem Verein steckt Herzblut drin! Umso schlimmer ist es, dass wir in Bamberg etwas ab vom Schuss wohnen und wirklich schlecht zu den Veranstaltungen kommen können. Noch dazu bauen wir gerade unsere eigene kleine Hobbithöhle und da sind finanzielle Ausgaben wie zu einer großen Veranstaltung zu fahren leider nicht drin. Das ist echt schade... aber ich denke, da hat auch jeder Verständnis.

Der Verein ist deutschlandweit vertreten, in über 20 Städten treffen sich Tolkien Stammtische, die zusammen essen, diskutieren, lesen, gemeinsame Veranstaltungen planen und Ausflüge unternehmen. An den Treffen kann jeder teilnehmen, egal, ob Mitglied oder nicht. Die Übersicht, in welchen Städten es Stammtische gibt, findet ihr hier. Übrigens: Wenn es in eurer Nähe noch kein Treffen gibt, kann auch ein neuer Stammtisch gegründet werden - der Vorstand unterstützt euch dabei in allen Belangen.

Was mich selbst sehr begeistert, der Verein versucht aus allem etwas heraus zu holen. Die Jungs und Mädels machen Tolkien unsterblich und das in jeder Hinsicht. Sie vereinen viele Menschen, die die gleiche Liebe zu seinen Werken teilen und sorgen dafür, dass er auch lange nach seinem Tod in aller Munde bleibt und seine Figuren und Geschichten noch heute Menschen berühren und vor allem bewegen. Und das tun sie mit unglaublicher Liebe zum Detail und Energie! 

Fotoquelle: Facebookseite der DTG

Auf der Leipziger Buchmesse sind wir dann natürlich zum Stand der DTG und haben uns das Tolkien Tattoo abgeholt und ich habe sogar etwas vorgelesen. Wir wurden sehr herzlich empfangen und mein Mann wurde von der Schriftführerin Sho (Susanne Antoinette Rayermann) nach seinem Namen gefragt und hätte nie im Leben erwartet, dass sie dann auch damit etwas anfangen kann. Auch Annika, die ich am Stand getroffen habe war total herzlich und lieb und wir haben uns sofort wohl und aufgenommen gefühlt. 

Hier haben wir gemerkt, dass die Mitglieder hier nicht ein paar von vielen sind, sondern dass man sich auch um sie kümmert und sich durchaus auch für sie interessiert.

Für Tolkien Fans, die gerne mehr über den Meister selbst, sein Lebe und wirken und vor allem seinen Werken erfahren möchte, der ist hier auf jeden Fall richtig. Zahlreiche Veranstaltungen finden jedes Jahr statt, und man kann sich auch aktiv mit einbringen.


Foto: Lara Tepper


Annika habe ich mir nun gekrallt und sie wird euch in einem Interview die DTG etwas näher vorstellen:

Ciri: Stell dich doch mal kurz vor!

Annika: Ich bin Annika, großer Tolkienfan und seit Jahren aktives Mitglied der Deutschen Tolkien Gesellschaft (DTG). Ich habe Geschichte studiert und meine Master-Arbeit über Tolkiens Erfahrungen im Ersten Weltkrieg geschrieben, man merkt also recht schnell, welch großen Teil meines Lebens diese Leidenschaft ausmacht. :)

Ciri: Was ist die DTG?

Annika: Die Deutsche Tolkien Gesellschaft e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich mit Leben und Werk J.R.R. Tolkiens auseinandersetzt. 

Wir haben über 700 Mitglieder und schlagen eine Brücke zwischen Fandom und Wissenschaft. Das heißt, wir haben sowohl Mitglieder, die sich wissenschaftlich mit Tolkien beschäftigen und in der Tolkien Forschung teilweise international tätig sind, als auch Cosplay- und Gewandungsgruppen, die die Werke auf ihre ganz eigene Weise leben und erleben. Bei uns ist jeder willkommen, vom Filmfan bis zum Buchpuristen, Student oder Bänker, wird jeder bei uns einen Gleichgesinnten finden. 

Foto: Annika Röttinger

Diese Vielfalt zeigt sich auch in unseren Veranstaltungen: Da ist der Tolkien Tag in Geldern (10.-11.6.17) oder das Tolkien Thing auf dem Rittergut Lützensömmern (20.-23.7.17), sehr bunt gemischte Events, die Musik, Workshops, Vorträge und Spiele vereinen. Dann gibt es aber auch das Tolkien Seminar (27.-29.10.17), eine akademische Veranstaltung, bei der zu einem bestimmten Thema rund um Tolkien Vorträge gehalten werden. Das Seminar findet entsprechend auch immer in Universitäten statt, dieses Jahr in Augsburg.

Ciri: Welchen Posten übernimmst du in der DTG und was sind deine Aufgaben?

Annika: Ich bin Beauftragte für Internationale Gäste. Traditionell laden wir zu unserem Tolkien Thing, dem Höhepunkt des Vereinsjahres, einen Ehrengast und eine Gastgesellschaft ein. Ich bin dafür zuständig, diese einzuladen, ihre An- und Abreise zu organisieren und vor Ort ein direkter Ansprechpartner zu sein. Darüberhinaus halte ich auch Kontakt zu internationalen Künstlern für mögliche Kooperationen und strecke die Fühler zu anderen Tolkien Gesellschaften aus.

Ciri: Wie bist du dazu gekommen, und wann und wie bist du auf Tolkien gekommen?

Annika: Ich bin seit etwa 8 Jahren DTG-Mitglied. Damals hing in der Uni Hannover ein Plakat zum Tolkien Seminar, das leider schon vorbei war. Ich erkundigte mich sofort, was es mit dieser Tolkien Gesellschaft auf sich hat und füllte noch am gleichen Abend das Mitgliedsformular aus :) Zu Tolkien bin ich tatsächlich erst über die „Herr der Ringe“ Verfilmungen gestoßen. Seitdem sind seine Geschichten aber nicht mehr aus meinem Leben wegzudenken!

Ciri: Was machst du beruflich?

Annika: Ich arbeite in einem Freilichtmuseum, sowohl in der Museumspädagogik, als auch in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Ciri: Hast du eine Lieblingsfigur aus Tolkiens Werken?

Annika: Ich finde Éowyn eine der stärksten Figuren aus Tolkiens Werken. Sie gibt sich nicht mit dem zufrieden, was andere für ihr Leben vorgesehen haben und steht für sich selbst ein. Gerade auch, wenn man bedenkt, wann Tolkien den „Herrn der Ringe“ geschrieben hat (40er/50er Jahre), ist Éowyns Charakter beachtlich.

Ciri: Welche Bücher oder welches Genre liest du sonst so?

Annika: Ich lese, wenn ich die Zeit finde, viel Fantasy, vorwiegend High Fantasy und Urban Fantasy, also Geschichten, die z.B. in unserer Welt angesiedelt, aber mit phantastischen Elementen gespickt sind, wie etwa Harry Potter oder die Werke von Kai Meyer. Ich lese aber auch gern „skurrile Realitätsfiktion“ oder wie auch immer man Werke von Autoren wie Haruki Murakami nennen könnte.

Ciri: Gibt es ein Buch, mit dem du gar nichts anfangen konntest?

Annika: Bei „Eragon“ habe ich beim Lesen darauf gewartet, dass es mich irgendwann packt und spannend wird, aber ich habe es nicht einmal bis zur Hälfte geschafft. Auch den Film fand ich nicht besonders mitreißend. Ansonsten kann ich nicht viel mit Teenie-Schmonzetten à la „Twilight“ und Co. anfangen.

Ciri: Magst du auch die Harry Potter Reihe? Wenn ja, was wäre dein Patronus?

Annika: Mein Patronus ist ein Albatros.

Ciri: Welche Position hättest du in einer typischen Abenteuergruppe (Magier, Kämpfer, usw)?

Annika: Ich bin gerne kämpfender Heiler ;) Dabei kann ich mein Helfer-Gen ausleben und muss trotzdem nicht tatenlos beim Kampf zusehen, sondern kann auch selber mit draufhauen. Das hat sich schon in vielen Rollenspielrunden bewährt.

Ciri: Beschreibe dich mit 3 Worten!

Annika: Ich bin ich.

Ciri: Glaubst du an Geister oder an Übernatürliches?

Annika: Leider nicht. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass es verschiedene Bewusstseinsebenen gibt, ähnlich vielleicht wie bei „Bartimäus“. Zumindest denke ich mir das immer wieder, wenn ich eine Katze beobachte. Die sehen definitiv Dinge, die wir nicht wahrnehmen!

Ciri: Wer ist dein größter Held?

Annika: Meine Familie als Ganzes.

Ciri: Bei welchem Film musst du weinen?

Annika: So banal das aus Sicht eines DTG-Mitglieds vielleicht klingen mag, aber tatsächlich beim „Herrn der Ringe“. Bei „Die Gefährten“ in Moria, wenn Gandalf in den Abgrund stürzt, jedes Mal. Ich kann nicht sagen, wie oft ich diesen Film und diese Szene schon gesehen habe, aber es ist noch nie vorgekommen, in all den Jahren, dass ich an der Stelle nicht geweint hätte. Dabei ist es gar nicht der Moment an sich, sondern das Leid der Gefährten als Reaktion darauf. Und diese Musik dazu! Wie gesagt: jedes Mal.

Ciri: Ich muss immer bei „Ihr verbeugt euch vor niemandem“ weinen... Da müssen übrigens auch immer die Männer weinen :P

Ciri: Wie kann man dich aufheitern?

Annika: Das geht ziemlich einfach, da ich selten richtig sauer oder todtraurig bin. Etwas Witziges oder Banales hilft in der Regel immer. Wenns es dann aber mal richtig schlimm ist, schaffen es nur ganz bestimmte Menschen, mich wieder aufzumuntern.

Ciri: Was möchtest du im Leben noch erreichen?

Annika: Sehr, sehr viel reisen können.

Ciri: Vielen Dank liebe Annika für das Interview und die sofortige Bereitschaft, hier mitzumachen! 


=[ ♥ ]=

Wenn ihr noch mehr erfahren wollt, auch über die Mitgliedschaft oder Veranstaltungen, besucht einfach die Homepage der DTG 

Der Jahresbeitrag für einen Mitgliedschaft kostet 36 Euro und für Schüler, Azubis und Studenten 18 Euro im Jahr. Was in der Mitgliedschaft alles enthalten ist, erfahrt ihr oben auf der Homepage.

Bei Interesse gerne Mitglied werden, die Jungs und Mädels freuen sich ganz bestimmt auf euch!! :D





Auf Facebook ist die DTG auch vertreten und sogar auf Instagram! 










Rezension: Die Dämonenakademie 1

Die Dämonenakademie 1 - Der Erwählte
 
                                                von Taran Matharu




=[ Harte Fakten ]=

- Heyne Verlag
- Taschenbuch 2016
- 12,99 €uro
- 496 Seiten
- ISBN: 978-3453269842


=[ Worum geht's denn eigentlicht? ]=

Als Baby ausgesetzt, wird der Junge Fletcher von einem Schmied großgezogen und hat seinen Platz im Dorf gefunden. Didric, der Sohn des Dorfbüttels, lässt keine Möglichkeit aus, ihm das Leben zur Hölle zu machen. Aber als Fletcher eines Tages in den Besitz eines merkwürdigen Buches kommt, findet er heraus, dass er einen Dämon beschwören kann. Didric ist ihm unbemerkterweise gefolgt und Fletchers Dämon fügt ihm bei dem Versuch, seinen Herrn zu verteidigen eine schwere Verletzung zu. Fletcher und sein Dämon können fliehen und stoßen auf die Dämonenakademie, die ihr Leben für immer verändert. Doch die Vergangenheit holt Fletcher irgendwann ein. 


=[ Meine Meinung ]=

Wow was für ein Buch! Bei der Veröffentlichung ging es (mal wieder) an mir vorbei. Mit erscheinen des zweiten Teils wurde ich darauf aufmerksam und habe mir aus Versehen den zweiten Teil und nicht den ersten als Rezi Exemplar angefragt. Als es tatsächlich im Briefkasten. Da habe ich mir kurzerhand Teil 1 besorgt und sofort angefangen. Und was soll ich sagen - ich bin begeistert!!

Fletcher ist ein ganz toller Charakter und meiner Meinung nach ist er in diesem Reihenauftakt auch "tief" genug. Mir gefällt, dass nicht ganz ein Underdog ist und somit nicht dem Waisenjungen Stereotypen entspricht. Didric, der verwöhnte Sohn des Büttels ist ein Idiot, das wird von Anfang an klar gestellt und der Leser kann ihn nur hassen. Anfangs grundlos, später mit wachsender Leidenschaft. Der Dämon, den Fletcher ruft, ist wunderbar beschrieben. Ich hatte Angst, es könnte so Richtung Pokemon gehen (versteht mich nicht falsch, ich liebe Pokemon! Und jaaa, ich werde 28 Jahre alt dieses Jahr und bereue nichts.), aber das tut es nicht. Der Dämon kann nicht sprechen und ist auch kein Schmusetier. 

Es wird sehr schön beschrieben, wie Menschen und Dämonen zusammenpassen und wie Magie in der Welt funktioniert. Das finde ich ja immer am Interessantesten an Fantasy. Jeder Autor hat eine andere Auffassung von Magie. In "Die Dämonenakademie" gefällt mir das sehr gut, es wirkt nicht abekupfert oder so, da hat sich jemand Gedanken gemacht. 

Fletcher lernt an der Dämonenakademie noch allerhand Mitstreiter kennen, wie zum Beispiel den Zwerg Othello (Liebe für Othello ♥) und es wird schnell klar, dass das Verhältnis von Menschen zu Zwergen sehr angespannt ist. Sie werden von Menschen als eine Art niedere Rasse behandelt. Unser Fletcher aber, der davon in seinem Dorf überhaupt nichts mitbekommen hat, geht völlig unvoreingenommen an die Sache ran. Die Zwerge trauen ihm zu Anfang nicht, es wird aber schnell klar, dass eine Zusammenarbeit und Wertschätzung zwischen Menschen und Zwergen generell sehr gut möglich ist. 

An einigen Stellen hat mich das Buch aus sehr berührt und es war einfach schön zu lesen. 

Ich finde es einfach toll, endlich mal ein Werk vor mit zu haben, in dem nicht der MEGA TOLLE PLOTTWIST OMG DAMIT HAT KEINER GERECHNET, oder epische Kriege, die 5 Bände vorbereitet werden müssen, an erster Stelle stehen.

"Die Dämonenakademie" ist ein Jugendbuch, dass ich uneingeschränkt empfehlen kann.

Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Teil, den ich auch schon begonnen habe ♥



=[ Fazit ]=

Toller Schreibstil, tolle Charaktere, tolle Story und das mit kleinen und großen Dämonen. 

=[ Wertung: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ 5 von 5 ]=

Dienstag, 13. Juni 2017

Rezension: Murder Park

Murder Park
                                     von Jonas Winner





=[ Harte Fakten ]=
  • Taschenbuch
  • Heyne Verlag
  • 416 Seiten
  • 12,99 Euro
  • ISBN 978-3453421769




=[ Um was geht’s denn eigentlich ? ]=


Paul Grenblatt hat neben 11 anderen Personen eine Einladung in den "Murder Park" erhalten - ein Vergnügungspark mit dem Thema Serienkiller. Dieser Park wird auf einer Insel eröffnen, die selbst einmal Tatort war. Auf "Zodiac Island" sind vor 20 Jahren drei Frauen brutal ermordet worden. Als es den ersten Todesfall gibt, beginnen die Verdächtigungen bei den inzwischen auf der Insel festsitzenden Parktestern. Und es soll nicht der einzige Todesfall bleiben... 





=[ Meine Meinung ]=

Hohe Erwartung – mega spannendes Setting – leider irgendwie auch nichts Rundes. Nach lesen des Klappentexts musste ich das Buch einfach haben.

Ich weiß nicht. Ich hatte auf was anderes gehofft. Anfangs hat mir das „Mexican Standoff“ auf der Insel total gefallen. Jeder verdächtigt jeden, keinem ist mehr zu trauen. Das ist ja auch das Konzept von "Eine Leiche zum Dessert" und kann sehr spannend sein. Das war es hier leider nicht.

Immer wieder switchen wir zu Interviews, die mit den Charakteren geführt wurden und die uns Aufschluss über deren Vergangenheit geben. Jeder der 12 hat ein anderes Sternzeichen und es tut sich bald der Verdacht auf, dass das kein Zufall sein kann. Obwohl die Vergangenheit jeder Figur in Interviews beleuchtet wird, waren sie mir irgendwie nie nahe. Und das machte sie für mich sehr ersetzbar. Sie verdächtigen sich alle irgendwie oder einen "Fremden", aber die Lage kommt nicht so angespannt und bedrohlich rüber, wie sie eigentlich sein sollte. 

Die Grundidee war einfach super. Ein alter Freizeitpark, der auch Tatort war und viele Menschen die auf der Insel festsitzen. Dann gib's einen Toten und die Verdächtigungen beginnen. Leider wird das eher so lapidar umgesetzt, es könnte viel mehr Spannung aufgebaut werden und Panik verbreitet werden. Das kommt aber nicht so rüber. Jeder Charakter dümpelt so vor sich hin, hält sich oft auch fernab von allen anderen auf. Dabei würde man sich doch gegenseitig im Auge behalten in so einer Situation oder?



Auch finde ich wird mit dem Thema Tod der Mord zu lapidar umgegangen. Man hat einfach das Gefühl, als wäre es zwar schrecklich und spannend und gruselig, weil man nicht weiß, wer der Mörder ist, aber so wirklich tangiert hat der Tod die Figuren nicht. Schade, denn so kommt die aufkommende Verzweiflung nicht ganz so rüber. Sie müssten vor Panik doch die Wand hochgehen, sich verstecken, oder zusammenschließen... irgendwas!



Ein großes Problem bei mir war, dass ich dem Autor die Story einfach nicht abgenommen habe. Der Schluss wirkt zu gekünstelt und erzwungen, es war für mich etwas vorhersehbar und befriedigt den Leser auch nicht wirklich. Am Ende werden Dinge aufgerollt, die meines Erachtens sehr weit hergeholt sind. Und das zerstört leider viel und macht die Geschichte für mich zumindest, unglaubwürdig.




=[ Fazit ]=

Potenzial verschenkt, finde ich. Ein solider Roman, der sicherlich seine Anhänger finden wird. Mich persönlich hat er leider nicht mitgerissen, wie anfangs erwartet





=[ Wertung: ♥♥♥ 3,5 von 5 ]=

Donnerstag, 8. Juni 2017

Ciri nervt Florian Kofler

Ciri nervt Florian Kofler

Hey meine liebe Leser! :D

Für euch gibt es heute ein Ciri nervt Interview mit dem unglaublich lieben Florian Kofler (Frida- Die Schlacht um Rii). Das Buch habe ich euch bereits vorgestellt und unten im Beitrag gibt es auch noch mal einen Link zu meiner Rezi. Florian ist ein wirklich sympatischer und netter Autor, für Kritik vollkommen offen und mit Herzblut dabei. Heute erfahrt ihr etwas mehr über ihn.





Servus, ich bin Florian Kofler!



Ich komme aus dem schönen Land Tirol, bin 1996 geboren und vom Beruf her Bürokaufmann bei Kofler-Dichtungen. 

Ich bin ein 1,72 kleiner Typ mit Brille und Flusen am Kinn, die vom Staate Österreich vermutlich nicht als Bart anerkennt werden. 
Wenn ich nicht gerade Schreibe, widme ich mich der Musik, dem Malen, dem Lesen, Computer-Spielen, Filme, Mittelalterfesten (Man findet ein Foto von mir im aktuellen Battlemerchant-Kalender!) oder verbringe Zeit am See.


Mit meinem Erstlingswerk „Frida – Die Schlacht um Rii“ habe ich den Schritt zum veröffentlichten Autor geschafft und freue mich jetzt auf die Fragen unserer reizenden Ciri hier.





Uuuund wir starten mit dem Interview - wie ihr wisst, geht's bei mir ja immer direkt los! :D


Ciri: Deine schönste Kindheitserinnerung?

Florian: Bei uns in Tirol gibt es etwas, das nennt sich „Brenner-Saftl“. Das sind Marillen- und Birnensäfte in ganz kleinen Glasflaschen, die man an der Grenze zu Italien, also am Brenner (Daher der Name), kaufen kann. Als mein Ur-Opa noch lebte, ist er immer mit mir und meinem Bruder runter in den Keller gegangen und hat uns jeweils ein kleines Fläschchen Saft gegeben. Ich weiß noch, dass es für mich das größte Highlight war, wenn wir zur „Urlioma“ und zum „Urliopa“ gefahren sind, und ich dann diesen Saft bekommen habe. Das ist so ziemlich meine schönste Kindheitserinnerung.

Ciri: Was war dein schlimmster Albtraum?


Florian: Ich hatte seit meiner Kindheit keine Albträume mehr. Der einzige Albtraum an den ich mich erinnern kann, war folgender:

Wir waren mit meiner Volksschulklasse zelten. Wir hören seltsame Geräusche, ich leuchte auf die orangene Zeltwand und ein schwarzes Gebiss mir spitzen Zähnen rast auf mich zu …
Ich habe mich sehr erschrocken und bin mit Tränen aufgewacht. Frag mich nicht wieso.





Ciri: Warst du ein guter Schüler? Was war dein schlechtestes Fach, und welches das Beste?


Florian: Gut ist relativ. Ich war der Klassenclown, die Lehrer und ich führten eine Hass/Liebe Beziehung. Jeder Lehrer hat mir am Ende der Schule gesagt „Florian, ich hatte nie einen Schüler wie dich“ Sowohl positiv, als auch negativ.

Mein Schlechtestes Fach waren wohl Mathe und Deutsch, so seltsam das für einen Autor auch klingen mag. Ich mochte das Fach, doch das Fach mich nicht.

Meine Besten Fächer waren dafür alle Künstlerischen Fächer und Englisch.




Ciri: Triffst du Entscheidungen eher mit dem Kopf oder dem Bauch?

Florian: Ich bin Logiker, ich entscheide mit dem Kopf. Ich wäge ab was am logischsten ist und was am besten zu mir passt.
Außer Essen. Essen entscheidet mein Bauch in ungebremsten Verlangen.




Ciri: Was sind die Eigenschaften des Partners, die dir in einer Beziehung wichtig sind?

Florian: Vertrauen. Ich muss auf meine Partnerin vertrauen können egal um was es geht. Ich muss vertrauen können, dass sie versteht wie ich etwas meine, egal wie es klingt. Vertrauen, dass sie da ist, wenn ich sie brauche, so wie ich da bin, wenn sie mich braucht. Vertrauen, dass sie nie vergisst, dass ich sie endlos liebe.

Ciri: Machst du lieber Cluburlaub oder Abenteuer Urlaub?

Florian: Ich mag beides. Ich kann ebenso den ganzen Tag am Strand liegen, wie ich auch mit dem Wohnmobil durch Großbritannien fahren. Allerdings finde ich momentan Abenteuer interessanter. Nächstes Jahr fahre ich zum Beispiel vielleicht mit dem Boot durch Irland.

Ciri: Wenn du nur einen Gegenstand behalten dürftest, was wäre es?

Florian: Meinen Computer. Ist Situationsbedingt würde ich sagen.

Ciri: Warst du in der Schule beliebt? Wurdest du gehänselt?

Florian: In der Schule war ich nicht sonderlich beliebt. Ich wurde gehänselt und verarscht. Einer hat sich sogar einmal darüber witzig gemacht, dass meine Katze gestorben ist. Ein anderes Mal hatten sie meine Schuhe weggeworfen. Wir waren auf Klassenfahrt in Wien, ich musste Barfuß durch die U-Bahn. Ich hatte zwar meine Freunde, sonderlich beliebt war ich leider wirklich nicht. Alles in Allem fällt es mir daher mittlerweile sehr schwer anderen zu Vertrauen und ich fühle mich auch sehr unwohl bei Menschen, die ich nicht kenne.

Ciri: Was würdest du deinem 13-jährigen Ich mit auf den Weg geben?

Florian: Mach nichts anders. Sei wie du bist.
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Und natürlich die Lottozahlen von Euromillionen.

Ciri: Bist du Tattoowiert?

Florian: Nein, weil reine Haut reinhaut. 

Scherz beiseite, Tattoos sind nichts für mich. Es gäbe kein Motiv, welches ich für Immer auf der Haut haben möchte.


Ciri: Was war dein schönstes Weihnachtsgeschenk?

Florian: In Kinderaugen: Die Nintendo-Wii (An dem Weihnachten hatten mich meine Eltern übelst Veralbert und mir zuerst ein Spongebob-Puzzle und ein seltsames Kartenspiel geschenkt)
Aus Erwachsener Sicht: Ein Kalender mit Bildern von mir und meiner Freundin, den sie gemacht hat.

Ciri: Vielen Dank für deine ehrlichen und vor allem witzigen Antworten :D Vor allem die mit dem Uropa ist ja total toll!!♥




Florian's Debutroman "Frida - Die Schlacht um Rii" durfte ich schon lesen und meine Meinung dazu findet ihr hier in der Rezension. Schaut doch mal auf Florians Autorenseite auf Facebook vorbei, ich denke er freut sich über jeden Besuch :)